Für den Brötchenblitz in Räbke ist Service wichtig

27. Februar 2014 von

Der Brötchenblitz in Räbke ist ein Service orientiertes Unternehmen, das Innovation und Tradition vereint. Sein Ziel: Ein harmonisches Frühstück.

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Wer an der Service-Wüste Deutschland leidet, an unfreundlicher Bedienung, am „Ham wir nich, kriegen wir auch nich“, der wird vom Brötchenblitz in Räbke begeistert sein. Räbke liegt zwischen Schöppenstedt und Helmstedt. Wenn man dort einen Zirkel einsteckt und einen Radius von etwa 40 Kilometer zieht, kann man sehen, wo Kundenfreundlichkeit kein Fremdwort ist. „Frühstück ist ein Stück Lebensqualität. Und wir liefern morgens mit unseren Backwaren diese Lebensqualität. Das ist eine große Verantwortung“, erklärt Susanne Milewski im Gespräch mit Kulinarisch38. Sie ist hier die Chefin, und der Bringdienst für Backwaren ist ihr längst nicht nur eine Vollzeitbeschäftigung, sondern auch eine Herzensangelegenheit geworden. Inzwischen liefert der Brötchenblitz an seine immer zahlreicher werdenden Kunden Brötchen, Brote und andere Backwaren. Außerdem sind süße und herzhafte Aufstriche sowie Zeitungen im Angebot.

Angefangen hatte alles vor fünf Jahren im Winter. Im Gegensatz zu unserem derzeitigen Frühlingswinter rutsche das Thermometer damals unter zwanzig Grad, berichtet Susanne Milewski: „Mein Mann wollte Brötchen aus dem benachbarten Süpplingen holen. Weil der Weg ja nur so kurz war, ging er nur mit dem Pullover zum Auto.“ Das war aber eingefroren. Sein Klingeln an der ebenfalls zugefrorenen Haustür hörte zunächst niemand und nur mit viel Mühe konnte Markus Milewski das Auto vom Eise befreien und die begehrten Brötchen zum Frühstück holen. Da sei die Idee geboren worden, einen Brötchendienst für solche Orte wie Räbke anzubieten.

Der Brötchenblitz: Stück für Stück nach oben

Die beiden druckten ein paar Handzettel und verteilten sie im Ort. Und siehe da: Schon für den nächsten Tag bestellten die ersten vier Kunden 16 Brötchen. Dass sich diese kleine Idee so auswachsen würde, hätten sie damals nicht geglaubt, beteuert Susanne Milewski, die zum Gespräch einen Rotbuschtee gereicht hat und einen Zuckerkuchen. Der ist frisch und mit etwas Marzipan zwar ungewöhnlich, aber äußerst schmackhaft angereichert. Heute liefen bis zu 1.300 Bestellungen täglich ein: „Wenn wir das damals gewusst hätten, würden wir uns das wohl nicht getraut haben.“ Alle einzelnen Schritte des Unternehmens mit inzwischen 20 Beschäftigten habe man sich Stück für Stück aufgebaut – ohne jede Erfahrung in der Leitung eines Unternehmens.

Während wir über Brot und Brötchen, Frühstücksgewohnheiten und Logistik sprechen, klingelt immer wieder das Telefon. Einzelne Bestellungen, dann auch der Hinweis auf eine falsch gelieferte Brötchensorte. „Wir garantieren dass um 6.30 Uhr die Ware da ist, aber wir können natürlich nicht garantieren, dass wir keine Fehler machen“, erklärt Milewski nach dem Telefonat. Man tue alles Mögliche für die Zufriedenheit der Kunden. Und tatsächlich verliert sie in den Gesprächen nicht die Geduld. Alles klingt sehr persönlich und vertraut. Bei den meisten Anrufern muss sie noch nicht einmal nach der Kundennummer fragen.

Brötchen an die Haustür – eine alte Tradition

Der Brötchenblitz stehe nicht im Gegensatz zum alten Backhandwerk, erzählt Susanne Milewski beim Tee. Früher habe der Bäckergeselle in den Dörfern die Brötchen noch selbst ausgeliefert. Dieser Service sei im Zuge von Spar- und Rationalisierungsmaßnahmen gestrichen worden. Und nun lasse man diese Tradition eben wieder aufleben. Den guten Start in den Tag ließen sich immer mehr Menschen im Kulinarisch38-Raum etwas mehr kosten – auch in den großen Städten. Gerade für junge Familien sei schon der Tagesstart ein Organisationsproblem. „Wenn dann die Brötchen und eine leckere Marmelade morgens an der Tür hängen, ist das für viele eine große Erleichterung und ermöglicht ein harmonisches, gemeinsames Frühstück“, so Milewski.

Und die Qualität dieses Frühstücks, das immer stiefmütterlicher behandelt wird, hängt natürlich nicht zuletzt von der Qualität der Backwaren ab. Hier macht Susanne Milewski keine Abstriche. Mit der Bäckerei Garbe aus Ampleben habe man einen Handwerksbetrieb an seiner Seite, der keine Massenware herstelle. Garbe backt noch traditionell. Es werden frische Eier verwendet, der Sauerteig wird mit Ruhe am Vortag des Backens angesetzt und im Sommer werden frische Früchte aus der Region verwendet. Diese Qualität schmeckt man, wie ich selbst bei meinem Zuckerkuchen feststellen muss. Und die Zusammenarbeit mit der Bäckerei klappe bestens. Man habe motivierte Mitarbeiter und glückliche Kunden.

Das sind wirklich gute Nachrichten aus der Servicewüste-Deutschland. Und vom Brötchenblitz aus Räbke wird man noch einiges hören. Die Ideen gehen Susanne Milewski offenbar ebenso wenig aus wie ihre Geduld und Freundlichkeit. Ideen für die Erweiterung des Angebots habe man schon. Schon wieder ruft ein Kunde an und möchte ein besonderes Brötchen haben. Er hat jedoch den Namen dafür vergessen. Nach kurzer Beschreibung weiß sie Bescheid und notiert die Bestellung. So sieht Service aus.

Brötchenblitz
http://www.brötchenblitz.de
Breite Straße 88
38375 Räbke
Telefon:05355 9909880
Öffnungszeiten: 8 – 19 Uhr

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