Das Kornzeit von der Königsbäckerei Köneke – Elmkönig

Posted on Mai 21 2015 - 4:51am by Andreas Molau

Wir haben ein Dinkel-Roggenbrot – die Kornzeit – von der Königsbäckerei Köneke – Elmkönig probiert, welches alte Sprichwörter bestätigt.

Kornzeit

Dass dieses Brot nicht dröge ist, ahnt man irgendwie…

Meistens braucht man nur danach zu hören, was unsere Großmütter und Großväter von ihren Eltern und Großeltern gelernt haben. Früher nannte man das »Volksweisheiten« heute postet man’s auf Facebook als schlauen Spruch – schön eingerahmt. Da gibt’s Anweisungen für’s Glücklichsein von berühmten Dichtern, großen Staatsmännern, Schauspielern, fernöstlichen Philosophen sowie afrikanischen oder indianischen Medizinmännern. So unterschiedlich wie die Herkunft der diversen Ratschläge, so ähnlich der Inhalt. »Gut Ding will Weile haben«, ist so einer. Was wie eine allgemeingültige Spruchweisheit klingt, stammt tatsächlich von keinem geringeren als dem Geheimrat und Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe höchstpersönlich. Wir gebrauchen das Zitat aus »Wilhelm Meisters Lehrjahre« ganz selbstverständlich, ohne womöglich das Buch je gelesen zu haben. Es passt so wunderbar auf alle Lebensbereiche. Ob es sich um die Geduld bei der Arbeit, einer Beziehung oder bei der Herstellung eines Brotes handelt. Marco Schöne von der Königsbäckerei Köneke – Elmkönig hat ein Werkstück aus seiner Produktion deshalb Kornzeit genannt.

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Herzhaft lecker – einfach nur nach Brot

Das ist ein herzhaftes Stück Brot, das jedes Industrieprodukt geschmacklich dahin verweist, wo es hingehört: ins lebensmitteltechnische Nirwana. Die verarbeitete Zeit schmeckt man bei jedem Bissen des Dinkel-Roggen-Produktes, das 48 Stunden vor dem Backen mit einem eigenen Natursauerteig angesetzt wird. Mit dem ersten Kochstück werden zunächst die ganzen Körner einen Tag lang eingeweicht. Am nächsten Tag kommt ein Getreideschrotansatz dazu, der noch einmal einen Tag Zeit bekommt. »Durch die Ruhe in der Produktion kann viel Wasser aufgenommen werden und das garantiert eine gute Feuchthaltung für das Brot«, erklärt Bäckermeister Marco Schöne. Sprich: Das Brot bleibt auch am zweiten oder dritten Tag schön saftig. Und es schmeckt einfach und unverfälscht nach dem vollen Korn.

Das Einfache ist das Gute

Dazu kann man sich abends rasch einen leichten Brotaufstrich zaubern. Zum Beispiel mit Linsen. Während man die (vier bis fünf Esslöffel) mit Rosmarin weich kocht, werden Pinienkerne (zwei Esslöffel) in der Pfanne vorsichtig angeröstet. Anschließend werden die Zutaten in ein hohes Gefäß gegeben und püriert. Etwas Olivenöl, Wasser, Tomatenmark, ein Hauch geriebene Zitronenschale, Salz, Pfeffer, dazu. Das Ganze pürieren und einfach auf eine Scheibe Kornzeit streichen. Ein Hochgenuss. Denn »Alles Große und Edle ist einfacher Art« – das sagte der Schweizer Dichter Gottfried Keller. Diese Einsicht gilt vermutlich allgemein für jede denkbare Lebenslage. Für die Kulinarik jedenfalls bestimmt.

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