Das Winzerdinner im Terra geht bald in eine neue Runde

Posted on Mrz 29 2017 - 4:21am by Andreas Molau

Wir waren einmal wieder im Terra im The Ritz Carlton und trafen dort nette Menschen und erneut einen tollen Winzer: Christian Stahl.

Das Winzerdinner im Restaurant Terra im The Ritz-Carlton Wolfsburg ist für Kulinariker der Region längst kein Geheimtipp mehr. Nachdem ich im letzten Jahr das Weingut Stahl »verkostet« habe, nebst kulinarischer Begleitung aus der Terra-Küche, hat es mich unlängst wieder nach Wolfsburg gezogen. Das Wetter war schon herrlich und duftete nach Vorfrühling, die Lust auf ein gutes Menü also noch größer. Auf dem Programm stand – wieder – das Weingut Stahl. Letztes Mal hatte ich mir nach dem Abend nicht die übliche Bestellung gegönnt. Wer kennt das nicht? Man probiert im Urlaub einen tollen Wein und nimmt sich, wenigstens mit sechs Flaschen, eine kleine Erinnerung mit, die man dann beim Fotogucken genüsslich entkorken kann. Und was ist Essengehen anderes als ein kleiner Urlaub. Zumal im Terra. Also schadet die Wiederholung nicht. Zumal das Menü natürlich neu sein sollte.

Herrlich entspannte Atmosphäre

Die Atmosphäre im Terra ist herrlich entspannt. Und auch das aktuelle Menü war wieder einmal dazu angetan, die Seele baumeln zu lassen. Nach kleinen Brotvariationen kam mit der Vorspeise gleich ein kulinarischer Höhepunkt. Das Tatar vom Rind wurde in feiner Begleitung serviert – mit gepickeltem Gemüse, Zwiebel-Marmelade und einer feinen Schnittlauchcreme. Mix Pickle – als Kind fand ich das immer sonderbar, wenn mein Vater das zu einem gepflegten Tatar aß. Aber das »Gemischte Eingelegte« passt mit seiner leichten Säure tatsächlich bestens zu dieser Rindfleischspezialität und wird das nächste Mal zu Hause auch gereicht. Da muss man also erst im Terra essen, um diese Erfahrung zu machen und seinem alten Herrn so spät zustimmen zu können… Zu der Vorspeise gab es einen herrlich duftigen Botenstoff. Eine Scheurebe, die ich mir als Erinnerung für diesen Abend auf jeden Fall bestellen werde. Zwischendurch gab es ein prickelndes Sorbet. Ich liebe diesen Zwischengang, der leider viel zu selten angeboten wird und für ein genussvolles Innehalten bei einem Menü sorgt.

Mit gutem Essen und netten Gästen

Dann folgte eine Ofenkartoffel – sonst eigentlich nicht mein Fall. Diese aber war nicht so monstergroß und mit Dill, Forellenkaviar und Kräuter-Schmand wunderbar veredelt. Der Zweimännerwein, etwas gesetzter, passte glänzend zu diesem rustikalen Gang mit feiner Note. Dann gab’s einen Kalbsrücken – super zart – im Kohlblatt rosa gegart mit Sellerie-Stampf und Schmorkloßsauce mit einem trockenen Silvaner. Wenn nicht noch ein cremiger Mohn-Streuselkuchen im Napf gebacken auf dem Programm gestanden hätte. Von der Hauptspeise hätte man sich gern einen Nachschlag geholt. Das Winzerdinner im Terra war wieder einmal ein genussvoller Abend, bei dem man am Ende sogar mit seinen Tischnachbarn gut ins Gespräch kam. Unter Genussfreunden gibt es immer etwas zu bereden.

Wie geht’s weiter?

Das Format geht weiter – am 27. April mit Matthias Runkel vom Weingut Bischel in Rheinhessen oder am 4. Mai mit Markus Schneider vom gleichnamigen Weingut aus der Pfalz. Verheißungsvoll klingen beide Angebote, sodass man sich bei wenigstens einem dieser kulmarischen Ereignisse in Wolfsburg vielleicht wieder treffen kann – wenn es zeitlich passt. Und bis dahin hat ein junger Botenstoff von Stahl die eine oder andere Erinnerung an diesen wunderbaren Abend neu geweckt…

image_pdfimage_print

Leave A Response