Der Lambrusco Vigna del Cristo

Posted on Sep 9 2014 - 10:18am by Andreas Molau

Bei der Weinhandlung Bremer haben wir eine Jugenderinnerung wiedergetroffen, die inzwischen zur Schönheit gereift ist: ein Lambrusco.

Der Lambrusco Vigna del Cristo.

Der Lambrusco Vigna del Cristo.

Beim Stichwort Lambrusco stellen sich nicht unmittelbar kulinarische Stimmungen ein. Getoppt wird der schlechte Ruf vielleicht nur noch von Sangria (die man bestimmt auch qualitativ hochwertig machen kann). Je nach Alter erinnert der rote Perlwein an den ersten Italienurlaub und das Gefühl, schon mal Alkohol trinken zu dürfen, ohne auf Brause-Charakterisitik verzichten zu müssen. Das Weinhaus Bremer machte jetzt darauf aufmerksam, dass es Lambrusco-Weine gibt, die ganz zu Unrecht unter diesem klebrigen Ruf leiden. Denn wir sprechen hier eigentlich von einer Rebsorte, die seit Urzeiten in der Emilia Romana gedeiht. Brigitta Jünke-Bremer weist auf die unterschiedlichen Qualitätsstufen und Anbaumethode hin:

Lambrusco und Qualität geht

»Stellt man den Lambrusco aus fertig vergorenen stillen Wein unter Zugabe von Hefen her oder wird der Most bei 0° C kühlkonserviert und erst bei Bedarf vergoren. Das macht schon große Unterschiede aus. Letzteres Verfahren ist wesentlich aufwendiger und durch die Kühlung auch wesentlich teurer, aber es lohnt sich, denn es macht den Wein frischer und fruchtiger.« Deshalb gibt’s im Braunschweiger Spezialitätengeschäft den Lambrusco Vigna del Cristo aus dem Hause Cavicchioli – der einzige Lambrusco übrigens von nur einer Weinbergslage. Der trocken-fruchtige Lambrusco Vigna del Cristo überzeugte bei der Kulinarisch38-Verkostung durch seine feinen Fruchtaromen als Aperitif vor einem mediterranen Menü und ließ bereits beim ersten Schluck alle schlechten Erinnerungen an die Weinbrause vergangener Zeiten verblassen.

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