Warning: file_get_contents(/kunden/staud.net/rp-hosting/KNR18/ANR22/webseiten/kulinarisch38/wp-content/uploads/wow-slider-plugin/132/slider.html): failed to open stream: No such file or directory in /kunden/staud.net/rp-hosting/KNR18/ANR22/webseiten/kulinarisch38/wp-content/plugins/wowslider/api.php on line 202
Kategorie: Gegessen wird, was Jahreszeit ist - kulinarisch38.de

Das interessiert die Bohne

Die Bohne ist ein Gesundwunder und schmeckt dazu noch richtig gut. Und das Beste: Zurzeit hat sie Saison. Wir schauen, woher sie kommt und was man mit ihr machen kann.

vegetable-642119_1280

Die Bohne. Sie führt ein stiefmütterliches Leben in der Kulinarik. Das liegt vielleicht daran, dass sie schon immer in Hülle und Fülle vorhanden war in unseren Breiten. Was man hat, schätzt man weniger. Deshalb das Sprichwort« »Das interessiert mich nicht die Bohne.« Im Mittelalter galt das Gemüse als so gewöhnlich, dass es ein Symbol für das Unbedeutende war. Heute wissen viele nicht, was sie mit dieser ganz und gar nicht unspektakulären Pflanze anstellen sollen, die es in den Gärten jetzt zu ernten gibt. Bohnen, das sind übrigens sowohl die Hülsen – also zurzeit die zarten Grünen Bohnen – als auch die nierenförmigen Samen. Ursprünglich stammen sie aus Mittelamerika. Durch fantasievolle Züchtung gibt es mittlerweile fast 500 Sorten.

Je frischer desto besser

Für die grünen Bohnen, die in diesen Tagen frisch auf den Tisch kommen sollten gilt: Je jünger desto besser. Die Sorten Prinzess, Kenia oder Haricot Verts schmecken besonders gut. Die späteren nierenförmigen Samen stecken jetzt noch in den Hülsen. Gemeinsam ist beiden, dass sie nicht nur lecker sind, sondern auch außerordentlich gesund. Neben entwässerndem Kalium sind vor allem Magnesium, Zink, Fluor und Selen sowie mehrere B-Vitamine enthalten. Wer sich gesund ernährt, braucht keine Pillen. Roh gegessen werden dürfen sie aber in keinem Fall. Um den giftigen Eiweißstoff Phasin unschädlich zu machen, muss man die Bohnen mindestens acht Minuten kochen.

beans-316592_1280

Birnen, Bohnen und Speck

In unseren Breiten aß man früher gern Birnen, Bohnen und Speck. Kartoffeln hielten unsere Großeltern nicht für erwähnenswert. Die sind sowieso drin. Die Mischung aus Süßem und Herzhaften wird heute immer beliebter. Zuerst wird ein Stück Speck oder Schweinebacke in einem halben Liter Wasser zum Kochen gebracht und bei schwacher Hitze eine Stunde gegart. Grüne Bohnen uns Kartoffelstücke dazu und Bohnekraut darüber legen. Die Birnenspälten kommen die letzten 20 Minuten auf den Eintopf, der noch mit Salz, Pfeffer und Petersilien abgeschmeckt wird. Der Speck wird geschnitten und mit Senf serviert. Dazu passt ein frisches Bier aus der Region.

Die Bohne geht um die Welt

Die Franzosen, und nicht nur die, mögen Cassoulet. In Griechenland kommen bei der Fasolada zu den grünen Bohnen Tomaten und Thymian, in den USA, wo sie in der Pfanne gebraten werden, Schinken. Sehr lecker ist auch die asiatische scharfe Variante in Kokosmilch. Man kann einen leckeren Salat zubereiten oder Bohnen im Speckmantel servieren. Wie bei anderem Gemüse auch, hängt der Geschmack von den Wachstumsbedingungen ab. Je Mineralstoffreicher und natürlicher das Wachstum, umso besser der Geschmack. Trotzdem sollte man nie auf Bohnenkraut verzichten, die den Geschmack natürlich anheben. Viele gute Gründe, sich für die Bohne zu interessieren.




Urban Gardening – der BBG-Balkonwettbewerb 2015

Platz ist in der kleinsten Hütte, erst recht auf dem Balkon. Das gilt auch fürs Gärtnern. Deshalb gibt’s den BBG-Balkonwettbewerb 2015.

Profi-Gärtner Michael Müller empfiehlt für das „Urban Gardening“-Projekt auf dem Balkon Kräuter und Gemüsesorten, die sich speziell für kleine Kästen eignen. (Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH / Marius Maasewerd)

Profi-Gärtner Michael Müller empfiehlt für das „Urban Gardening“-Projekt auf dem Balkon Kräuter und Gemüsesorten, die sich speziell für kleine Kästen eignen.
(Foto: Braunschweig Stadtmarketing GmbH / Marius Maasewerd)

Bis zum 2. Juli kann man sich anmelden. Jedenfalls, wenn man in Braunschweig wohnt und einen Balkon sein eigen nennt. Und sei es zur Miete. Wie im letzten Jahr wird die Aktion der Braunschweiger Baugenossenschaft, dem Braunschweiger Stadtmarketing und der Braunschweiger Zeitung gestartet. In diesem Jahr geht es nicht nur um Schönheit. Unter der Sonderkategorie »Selbstversorgerbalkon« werden auch wieder gärtnerische Kleinparadiese prämiert, die sich dem Anbau von Gemüse widmen. Wer ganz modern sein will, nennt das dann »Urban Gardening Prinzip«. Michael Möller, Inhaber der Gärtnerei Blumen Möller und Mitglied der Jury des Wettbewerbs rät: »Für einige Gemüsepflanzen wie Paprika gibt es pflegeleichte Balkonsorten, die speziell für kleine Kästen eignen.«

Natur erleben

Aber auch andere Pflanzen fühlen sich auf Balkonien wohl. Kräuter jeder Form und Farbe sowieso, oder Erdbeeren, Tomaten sowie kleine Gurken gedeihen auf kleinstem Raum. Selbst Spalier-Obstbäumchen können in Kübel gepflanzt werden. Frisches Gemüse zu ernten ist ein Stück Lebensqualität. Man erlebt das Wachstum und erfreut sich am Wachstumsprozess. Denn Gemüsepflanzen haben durchaus eine ästhetische Qualität. Schließlich schmeckt man mal wieder, was nicht unreif gepflückt und in Kühlhäusern »aus Eis gelegt« wurde. »Balkonbesitzer, die neben Gemüse und Kräutern Blühpflanzen aufziehen, können in der Kategorie ›schönster Balkon‹ teilnehmen«, so Rolf Kalleicher, Vorstand der BBG. Eine Anmeldung ist online unter www.bbg-balkonwettbewerb.de möglich oder am Marktstand der BBG beim 2. BBG-Blumenmarkttag am 6. Juni. Bewerbungsschluss ist der 2. Juli.




Europäische Weihnachten – England und Spanien

Weihnachten in England und Spanien. Paul Close von der Sprachschule Pels in Braunschweig und Stephan Materne vom Bom Dia in Wolfenbüttel geben Auskunft.

Gebratener Truthahn wird zu Weihnachten in Spanien und England geschätzt.

Gebratener Truthahn wird zu Weihnachten in Spanien und England geschätzt.

Nachdem wir nach Dänemark geschaut und die dortigen kulinarischen Gewohnheiten zu Weihnachten unter die Lupe genommen haben, soll der Blick auf Spanien und England gerichtet werden. Zum Thema Spanien und Portugal haben wir natürlich bei Stephan Materne nachgefragt, der in Wolfenbüttel mit dem Spezialitätenmarkt Bom Dia eine gute Adresse für die Iberische Halbinsel ist. Zur »Noche Buena«, der Heiligen Nacht, dominiere der Truthahn. Ganz ähnlich, wie in England, so berichtet Paul Close von der Sprachschule Pels in Braunschweig. Aber bleiben wir zunächst in Spanien und Portugal. Eine besondere spanische Spezialität, so Materne, sei das »Turron«, das aus gerösteten Mandeln, Zucker, Honig und Eiern zubereitet wird. Der weiße Nougat stammt übrigens ursprünglich aus dem arabischen Raum und kam mit dem Mauren nach Europa. Abend- und Morgenland haben sich in der Geschichte also durchaus nicht immer unversöhnlich gegenübergestanden. Wenn die Menschen essen, sind sie friedlich.

Spanisches Nougat.

Spanisches Nougat.

»Urne des Schicksal«

Nach dem Mahl wird in Spanien die »Urne des Schicksals« auf den Tisch gestellt. Darin sind kleine Geschenke, aber auch Nieten verborgen. Es wird so lange gezogen, bis jeder etwas bekommen hat. Eigentlich wird die Bescherung am 6. Januar begangen. Im Zuge der »europäischen Harmonisierung« wird der Termin jedoch immer häufiger auf den 24. Dezember vorverlegt. England bleibt beim 25. Dezember, was das Geschenkeauspacken anlangt. Auf der Insel ist man bekanntlich ohnehin sehr eigenwillig. Dort schenkt man zum Beispiel in Kneipen nicht etwa im Dezimalsystem aus. Ein Pint Bier entspricht ca. 0,568 Liter Gerstensaft. Da bewegt man sich  in dieser Frage erst recht nicht 😉 Die Bescherung findet dafür gleich morgens statt. Und dann geht das Gelage los.

Mince Pies sollte man unbedingt mal probieren.

Mince Pies sollte man unbedingt mal probieren.

Roast Turkey mit reichlich Gemüse

Mittags gibt’s traditionell das Roast Chicken oder Roast Turkey mit reichlich Gemüse und Roast Potatoes. Zum Nachtisch wird der berühmte Plum Pudding gereicht  – zum Beispiel mit einer weißen Sauce aus Butter, Milch, Mehl und Vanille. Plum Pudding oder Christmas Pudding wird in England seit dem 15. Jahrhundert serviert. Eigentlich handelt es sich gar nicht um eine Süßspeise. In unseren Breiten wäre der Serviettenkloß die Entsprechung. Der wird aber mit Trockenobst und Nüssen gefüllt. Wer es stimmungsvoll liebt, kann ihn vor dem Servieren mit Brandy flambieren. Wenn dann noch etwas passt, kommen Mince Pies auf den Tisch. Das sind kleine Gebäckstücke aus Mürbeteig oder Blätterteig, die mit Rosinen, Korinthen, Aprikosen, Kirschen und kandierten Früchten gefüllt werden. Außerdem kommen Nüsse und Mandeln hinein. Zimt oder Muskatnuss sorgen für die weihnachtliche Note.

Stollen oder Mince Pie?

Stollen oder Mince Pie? Das ist hier die Frage. Der deutsche Stollen verdrängt dieses herrliche Gebäck im Moment in England ein bisschen. Zum Ausgleich kann man also hierzulande durchaus mal die Variante von der Insel probieren. Lecker ist sie allemal. Bis um 15 Uhr muss das Essen auf jeden Fall fertig sein. Dann spricht nämlich die Königin. Bis dahin sei man so satt, dass die Ansprache im Dämmerzustand überstanden werden könne, scherzt Paul Close. Auf die Worte des Staatsoberhaupts muss er in Braunschweig nicht verzichten. Denn seit Kurzem kann man die Queen sogar über Youtube sehen. Und die guten Zutaten für ein britisches Weihnachtsmal sind hier auch zu haben.

Bom Dia
Krambuden 17
Wolfenbüttel
Tel.: 05331 – 5018907.




Am 11.11. gibt’s Wolters-Prinzensud auf dem Kohlmarkt

Am 11.11.2014 geht nicht nur die aktuelle Karnevalssession los. An dem Tag wird auch der Wolters-Prinzensud das erste Mal in diesem Jahr ausgeschenkt.

Von links nach rechts Bernd Ratayczak, Sprecher Komitee Braunschweiger Karneval und Präsident Braunschweiger Karnevalgesellschaft v. 1872 e. V.), Karsten Heidrich (Präsident Karnevalgesellschaft der Rheinländer), Hanns-Bernd de Wall (Geschäftsführer hofbrauhaus Wolters), noch amtierender Prinz Nils I., Norbert Czok (Mit-Erfinder des Prinzensud), Peter Lehna (Geschäftsführer Hofbrauhaus Wolters).

Von links nach rechts Bernd Ratayczak, Sprecher Komitee Braunschweiger Karneval und Präsident Braunschweiger Karnevalgesellschaft v. 1872 e. V.), Karsten Heidrich (Präsident Karnevalgesellschaft der Rheinländer), Hanns-Bernd de Wall (Geschäftsführer hofbrauhaus Wolters), noch amtierender Prinz Nils I., Norbert Czok (Mit-Erfinder des Prinzensud), Peter Lehna (Geschäftsführer Hofbrauhaus Wolters).

Eigentlich sollte man meinen, dass wenigstens der Karneval eine weitgehend regelfreie Zeit ist. Das ist ein großer Irrtum. Die närrische Zeit ist gut durchorganisiert. Das rührt aus der Zeit Anfang des 19. Jahrhunderts her. Vor knapp zweihundert Jahren war die Tradition etwas in Vergessenheit geraten. Die französischen Besatzungstruppen Napoleons hatten vielerorts den Straßenkarneval sogar verboten. Nach der Besatzungszeit wollte man, von Staatswegen sozusagen, das Brauchtum wieder beleben und gründete diverse Komitees mit ihren Festtagsordnungen. Schließlich wusste die Obrigkeit damals schon, dass es gesund ist, wenn man gelegentlich seinem Ärger Luft machen kann. Braunschweig ist alte Karnevalshochburg. Und auch hier nehmen es viele ganz genau. Zum 11.11., da dämmert’s, wird nicht nur dem mildtätigen Sankt Martin gedacht, der selbstlos seinen Mantel teilte. An dem Tag begehen die Narren den Beginn der Karnevalssession.

Wolters-Prinzensud wird vorgekostet

In Braunschweig wird sie mit dem Anstich des Prinzensuds auf dem Kohlmarkt eingeläutet. Eine in Deutschland einmalige Bierspezialität des Hofbrauhauses Wolters. So was Feines gibt es nicht mal in Köln oder Düsseldorf. Bevor den Narren eingeschenkt wird, Feiern macht durstig, wird er vorgekostet. Zum 32. Mal wurde der Wolters-Prinzensud deshalb am 4. November von »erfahrenen Vertretern der Braunschweiger Narrenzunft einer sehr kritischen und endgültigen Geschmacksprobe unterzogen«. So ließen die Brauer von der Wolfenbüttler Straße stolz verlauten. Stolz, denn die Prüfung sei ohne Wenn und Aber bestanden worden. Und so kann das Bier also am 11.11. vom frisch proklamierten Karnevalsprinzen zum Ausschank an sein närrisches Volk freigegeben werden.

Zum ersten Mal auch von Kulinarisch38

Der Wolters-Prinzensud ist von Anfang an eine Koproduktion von Braumeistern und Braunschweiger Karnevalisten gewesen. Vor 31 Jahren wurde er entwickelt und erstmalig eingemaischt. Erfahrene Karnevalisten erinnern sich noch an die Namen der Urväter Hans-Dieter Beck, Norbert Czok, Wolf Horenburg und Horst Melzer. Wolters-Prinzensud wird danach übrigens bis zum Aschermittwoch 2015 in Flaschen und Fässern auch an die Nicht-Narren verkauft. Wir werden jedenfalls – obwohl bei Kulinarisch38 zu 99 % Wolters auf den Tisch kommt – den Gerstentrunk endlich zum ersten Mal probieren. Bisher hat sich keine Gelegenheit ergeben. Beim aktuellen Fassanstich, schließlich geht die redaktionelle Arbeit vor, sind wir jedoch natürlich dabei 😉




Jetzt schon an Weihnachten denken und Rotkohl einkochen

Unser selbst gemachter Rotkohl geht fix und stellt jedes Fertigprodukt mühelos in den Schatten. Einfach mal probieren.

Zu einem Festtagsbraten oder zur Weihnachtsgans – spätestens dann muss auch Rotkohl mit auf dem Tisch stehen. Dieser Klassiker begeistert fast alle. Die süß-saure Geschmackskomponente kann süchtig machen. Wer auf Rotkohl nicht kann, der hat in letzter Zeit nur Fertigprodukte gekauft. Ob die Hersteller nun an den Zutaten sparen oder nur schlechte Rezepte haben, ist letztlich egal. Selbst gemacht und eingekocht schmeckt er schlicht besser. Zurzeit kann man überall noch Kohlköpfe preiswert bekommen. Also sollte jetzt für die Weihnachtstage vorsorgen, wer sich und seine Familie später verwöhnen will.

Zutaten für ca 5 Gläser á 700 ml

1 Rotkohl (meiner hatte ca 1,2 kg)
3-4 Äpfel
2 Gemüsezwiebeln
0,2 l Rotweinessig
1 Stange Zimt
5 Wacholderbeere
7 Nelken
Salz, Zucker

Den Rotkohl in Streifen schneiden, die Äpfel in kleine Würfel und die Zwiebeln in feine Ringe. Alles in einen großen Topf geben und mit etwas Wasser angießen. Den Kohl salzen und die Nelken, den Wacholder und die Stange Zimt dazugeben. Wer mag, kann den Wacholder, den Zimt und die Nelken in einen Teebeutel geben und hinterher wieder entfernen. Alles lasse ich ca. 1 Stunde und 30 Minuten beim geschlossenen Deckel gar kochen. Am Ende nach Geschmack mit Zucker abschmecken und ggf. nachsalzen. Anschließend fülle ich den Rotkohl in Gläser und koche die Gläser im Einkochtopf ca. 20 Minuten bei 90 Grad noch mal ein. Jetzt ist der Rotkohl für ca. 1 Jahr haltbar gemacht.





Matjes mit Bohnen und gebackenen Kartoffelspalten

So schmeckt der Matjes lecker.

So schmeckt der Matjes lecker.

Ein leichtes Essen für diese Jahreszeit sind Matjes. Bevor man auf Joghurt- und Sahnevarianten zurückgreift, sollte er pur genossen werden.

Bei lauter Spargelei sollte man nicht vergessen, dass auch eine andere Spezialität gerade frisch auf dem Markt ist. Der Matjes. Traditionell ist man ihn in Norddeutschland mit Bohnengemüse und Kartoffeln. Den besonders milden Hering sollte man, bevor man die Joghurt-Sahne-Varianten ausprobiert, erst einmal möglichst pur genießen. Dazu empfiehlt sich eine milde Zwiebel, die man nach dem Häuten in feine Scheiben schneidet. Die Zwiebelringe werden dann hübsch auf dem Teller dekoriert. Etwas Rauke dazu  – das Zeug wächst wie Unkraut – sieht gut aus und schmeckt. Nach dieser künstlerischen Tätigkeit kann man die Frühjahrskartoffeln vierteln – Schale kann dran bleiben –, mit etwas Öl und Salz begießen und in den Ofen bei mittlerer Hitze stecken. Kurz bevor die gebackenen Kartoffelstückchen gar sind, das Ganze mit Majoran würzen.

Zum Matjes passt ein (regionales) Bier

Seit Ende Mai bekommt man auf dem Markt bereits frische Bohnen. Zur Not tun es natürlich welche aus der Tiefkühlung. Vielleicht hat der eine oder ja auch noch ein Glas Eingekochtes im Keller. Die Bohnen werden in etwas Salzwasser gekocht. Derweil schmort man ein paar gehäutete Tomaten in einer Pfanne mit einem Schuss Olivenöl oder Butter an. Wer es ästhetisch mag, entfernt den »Glibber« der Tomaten. Diese Masse gibt man in die garen, abgegossenen Bohnen und schmeckt ggf. mit Salz und ein wenig Bohnenkraut ab. Zu diesem deftigen und trotzdem sommerleichten Essen passt ein Bier, natürlich aus der Region. Auch, wenn die Spargelsaison sich nun dem Ende zuneigt, kann man dieses Gericht prima auf den Speiseplan setzen.




Gegessen wird, was Jahreszeit ist – der Chicorée

Fruchtig nussig passt zum Chicorée. Bild: Heidrun Schneider  / pixelio.de

Fruchtig nussig passt zum Chicorée.
Bild: Heidrun Schneider / pixelio.de

Gegessen wird, was auf den Tisch kommt. Schon klar. Aber was kommt auf den Tisch? Der Trend der letzten Jahre, dass alles immer exotischer wird, kehrt sich schon wieder etwas um. Im Januar müssen es nicht unbedingt Erdbeeren sein. Und ob Tomaten wirklich in diesen Tagen gut schmecken, kann man sich auch fragen. Trendig ist die regionale Küche, die auf die Jahreszeit abgestimmt ist. Ganz hoch im Kurs steht da zur Zeit der Chicorée.

Der Chicorée hat einen weißen Spross und eine gelbe bis violettfarbene Blattrosette. Achtung: Dieser Salat gehört zwar zur Familie der Endiviensalate. Ist aber kein Kindergemüse, weil bitter. Wer sich an Bitterstoffe gewöhnt hat, wird dieses Gemüse mit einer würzigen Vinaigrette oder mit fruchtigen Aromen aber mit Leidenschaft genießen. Ziemlich gut macht sich der Chicorée, den man auf den hiesigen Wochenmärkten bekommt, auch in der Suppe.

Der Salat wird übrigens vielfach absichtlich unreif geerntet und angeboten. Im Kühlschrank reift er nämlich nach. Gerade jetzt im Januar gibt‘s ihn als Freilandware im großen Angebot. Deshalb sollte er auf den Tisch kommen. Frei nach dem Motto: Gegessen wird, was Jahreszeit ist.