Im Zucker wird mit dem Green Egg gezaubert

Posted on Aug 15 2014 - 4:47am by Andreas Molau

In der Küche des Zuckers entdeckte Kulinarisch38 einen Premiumgrill der Tradition und Fortschritt vereint. Das Green Egg.

Alexander Riehl und sein Green Egg.

Alexander Riehl und sein Green Egg.

In alle Geheimnisse seiner Küche weiht Alexander Riehl seine Mitwelt verständlicherweise nicht ein. Im Restaurant Zucker soll der Gast schließlich am Ende immer Überraschendes und Unverwechselbares erleben. Das Green Egg gehört zu den Dingen, die Kulinarisch38 in der ersten Etage des Artmax in Braunschweig besichtigen durfte. Von hier aus ahnt man durch die Milchglasscheiben die Gäste des Zuckers. Während die in dem lichtdurchfluteten Restaurantraum nichts von der geschäftigen Unruhe über ihnen spüren. In der Küche steht, wie ein verlorenes Einzelstück, ein grünlicher Keramik-Behälter, der auf den flüchtigen Blick etwas von Rumtopf hat: das Green Egg. Alexander Riehl hat für uns das ungewöhnliche Gerät angeschmissen und seine Begeisterung überträgt sich nach wenigen Worten auf den Zuhörer.

Auf das Green Egg kommt natürlich nicht irgendwas...

Auf das Green Egg kommt natürlich nicht irgendwas…

Eine Handvoll Kohle, viel Wirkung

Riehl hebt den Deckel des Keramikofens. Nicht mehr als eine Handvoll Kohle loht in den Tiefen des Green Egg. »Mit dieser Menge kommen Sie über den ganzen Tag«, verrät der Küchenchef, während er an dem Lüftungsschlitz die Sauerstoffzufuhr reguliert. In Nullkommanichts zeigt das Thermometer auf dem Deckel dreihundert Grad an. »Das Geheimnis des kleinen Wunderteils ist die Konstanz, mit der Sie hier grillen«, ergänzt Riehl. Das Green Egg ist ein vorzügliches Beispiel dafür, wie Tradition und moderne Technik im Einklang stehen können. Das Prinzip des Ofens ist dem traditionellen Erd- und Lehmofen »Kamado« entlehnt. Modernste Technik hat eine widerstandsfähige Hightech-Keramik geschaffen, die enorm hitze- und kältebeständig ist.

Sondern Beef von Jan Bull.

Sondern Beef von Jan Bull.

Barrique-Beef zum Genießen

Für diesen Super-Grill, der übrigens auch für den Hausgebrauch zu empfehlen sei, gibt es natürlich nicht irgendein Grillfleisch. Riehl schwört auf »Jan Bull«. Das Dry Aged Premiumbeef reift traditionell am Knochen über Buchenspänen bei einer fein ausbalancierten Luftfeuchtigkeit. Das Ergebnis der Reifekunst sei ein unverwechselbarer Geschmack, der der Barriquereifung bei großen Weinen ähnele. Die Fleischqualität und das Green Egg sei der absolute Renner, meint Riehl. Während die Anschaffung des Hightech-Grills doch wohl eher überlegt sein soll – ganz billig ist er nicht –, steht fest, dass ein Grillabend auf jeden Fall noch auf dem Programm des laufenden Sommers stehen sollte. Denn auch ohne Geheimnis verspricht dieser Genuss ein besonderes Erlebnis zu werden.

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