Sizilianisch essen im Katané

Posted on Mai 19 2015 - 4:45am by Florian Molau

Die Kulinarisch38-Redaktion war im Katané in Braunschweig und hat sich kulinarisch verwöhnen lassen: und zwar auf sizilianisch.

  • Zuppa di pomodoro - Tomatensuppe
  • Carciofini al Forno - Frische Artischocken mit Käse überbacken
  • Lammcarré mit scharfer Tomatensauce
  • Salmone alla griglia - Lachs gegrillt
  • Scaloppina al gorgonzola - Schweinefilet in Gorgonzolasauce
Zuppa di pomodoro - Tomatensuppe1 Carciofini al Forno - Frische Artischocken mit Käse überbacken2 Lammcarré mit scharfer Tomatensauce3 Salmone alla griglia - Lachs gegrillt4 Scaloppina al gorgonzola - Schweinefilet in Gorgonzolasauce5

Standesgemäß haben wir das Essen im Katané nicht abgeschlossen. Jedenfalls nicht, wenn man den Reiseführern trauen darf. Denn die klären auf: Sizilianer schließen ein Menü immer mit einem Nachtisch ab. Ansonsten aber haben wir es gut getroffen, scheint es. Ganz im Süden Italiens kocht man anders, als wir das von der altbekannten italienischen Standardküche kennen. Sizilien ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Hier herrschten die Griechen, hier flossen die kulturellen Einflüsse des Orients ein. Und das Ganze wurde zusammengefügt mit der italienischen Lebensart. Ganz im Süden des Stiefels werden statistisch die meisten Nudeln verbraucht, Sizilien sieht sich als Erfinderin des Speiseises. Von den Höhen des Ätnas wurde einstmals unter dicken Strohpackungen das Eis in die Städte gebracht und in Höhlen und Kellern gelagert. Frisches Obst für das Dessert stand fast immer zur Verfügung.

Stammgäste fühlen sich wohl

Das Katané an der Hagenbrücke bringt sizilianische Kochkunst in die Löwenstadt. Und süditalienische Gastfreundschaft noch dazu. Geschmackvoll, nicht überladen eingerichtet kann man dem geschäftigen Treiben draußen in Ruhe zuschauen. Im Hinterhof kann man im Sommer gemütlich im Freien sitzen. Wenn man als Neuling im Katané sitzt, hat man den Eindruck, das rundherum Stammgäste speisen. Bei der Verabschiedung weiß die Bedienung auch gleich: »Sie waren das erste Mal bei uns? Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.« Das fällt nicht schwer. Denn die Gerichte sind etwas Besonderes. Da fällt etwa die Verwendung der Minze auf – zum Beispiel bei einer leckeren Vorspeise von Artischocken und Tomaten. Geröstete Zitronenblätter beim Lammcarré, das mit einer scharfen Tomatensauce gereicht wird, sind nicht nur Deko, sondern schmecken gut.

Gute ehrliche Küche

Auch und besonders die einfachen Dinge, wie etwa die Tomatensuppe, die in einem rustikalen Topf serviert wird, schmecken ehrlich und gut. Das Schweinefilet in Gorgonzolasauce ist ebenso gelungen wie der gegrillte Lachs. Der Spargel wird, wenn wir uns nicht täuschen, mit geröstetem, zerbröseltem Brot und Mandeln serviert. Egal wie: Er schmeckte anders als gewohnt. Aber vor allem gut. Mit einem kräftigen Roten als Begleiter, einem Espresso zum Abschluss war das ein prima Essen. Beim nächsten Mal, wenn die Redaktion auf kulinarische Erkundungstour geht, werden wir auf jeden Fall ein Nachtisch zu uns nehmen. Denn wenn schon original, dann auch bis zum Ende. Bald ist Erdbeerzeit. Da kann man sich erträumen, was im Katané Schönes gereicht wird.

Ristorante Katané
Hagenbrücke 16/18, 38100 Braunschweig
Telefon:0531 61283388

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