Griechisches Fest in der Taverne Cavos

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Wer kennt sie nicht? Die drei Stühle, die man braucht, um glücklich zu sein. Griechenlandurlauber kennen sie vor einer Taverne. Fans des Liedermachers Reinhard Mey aus seinem Lied »Tris Karekles«. Manchmal muss man aber gar nicht so weit fahren, um diese Stimmung zu erleben. In der Taverne Cavos konnten wir neulich einen griechischen Abend erleben, der einen in absolute Urlaubsstimmung versetzte. Bei diesem Wetter gerade das Richtige. Ein Buffet mit allen Köstlichkeiten, die das Herz begehrt. In ausverkauftem Haus wurde jeder einzelne Gast herzlich begrüßt. Die Reihen waren mal etwas durchmischt, denn beim Essen werden Fremde zu Freunden. Vollends zum urlaubsähnlichen Erlebnis wurde der Abend durch stimmungsvoll griechische Musik. Fans der Küche in der Taverne Cavos waren wir schon vorher. Jetzt zeigt sich auch noch: Dort sind leidenschaftliche Gastgeber am Werk, die auch echte Feste zu feiern verstehen. Gott sei Dank mit mehr als drei Stühlen…

 




Das Winzerdinner im Terra geht bald in eine neue Runde

Wir waren einmal wieder im Terra im The Ritz Carlton und trafen dort nette Menschen und erneut einen tollen Winzer: Christian Stahl.

Das Winzerdinner im Restaurant Terra im The Ritz-Carlton Wolfsburg ist für Kulinariker der Region längst kein Geheimtipp mehr. Nachdem ich im letzten Jahr das Weingut Stahl »verkostet« habe, nebst kulinarischer Begleitung aus der Terra-Küche, hat es mich unlängst wieder nach Wolfsburg gezogen. Das Wetter war schon herrlich und duftete nach Vorfrühling, die Lust auf ein gutes Menü also noch größer. Auf dem Programm stand – wieder – das Weingut Stahl. Letztes Mal hatte ich mir nach dem Abend nicht die übliche Bestellung gegönnt. Wer kennt das nicht? Man probiert im Urlaub einen tollen Wein und nimmt sich, wenigstens mit sechs Flaschen, eine kleine Erinnerung mit, die man dann beim Fotogucken genüsslich entkorken kann. Und was ist Essengehen anderes als ein kleiner Urlaub. Zumal im Terra. Also schadet die Wiederholung nicht. Zumal das Menü natürlich neu sein sollte.

Herrlich entspannte Atmosphäre

Die Atmosphäre im Terra ist herrlich entspannt. Und auch das aktuelle Menü war wieder einmal dazu angetan, die Seele baumeln zu lassen. Nach kleinen Brotvariationen kam mit der Vorspeise gleich ein kulinarischer Höhepunkt. Das Tatar vom Rind wurde in feiner Begleitung serviert – mit gepickeltem Gemüse, Zwiebel-Marmelade und einer feinen Schnittlauchcreme. Mix Pickle – als Kind fand ich das immer sonderbar, wenn mein Vater das zu einem gepflegten Tatar aß. Aber das »Gemischte Eingelegte« passt mit seiner leichten Säure tatsächlich bestens zu dieser Rindfleischspezialität und wird das nächste Mal zu Hause auch gereicht. Da muss man also erst im Terra essen, um diese Erfahrung zu machen und seinem alten Herrn so spät zustimmen zu können… Zu der Vorspeise gab es einen herrlich duftigen Botenstoff. Eine Scheurebe, die ich mir als Erinnerung für diesen Abend auf jeden Fall bestellen werde. Zwischendurch gab es ein prickelndes Sorbet. Ich liebe diesen Zwischengang, der leider viel zu selten angeboten wird und für ein genussvolles Innehalten bei einem Menü sorgt.

Mit gutem Essen und netten Gästen

Dann folgte eine Ofenkartoffel – sonst eigentlich nicht mein Fall. Diese aber war nicht so monstergroß und mit Dill, Forellenkaviar und Kräuter-Schmand wunderbar veredelt. Der Zweimännerwein, etwas gesetzter, passte glänzend zu diesem rustikalen Gang mit feiner Note. Dann gab’s einen Kalbsrücken – super zart – im Kohlblatt rosa gegart mit Sellerie-Stampf und Schmorkloßsauce mit einem trockenen Silvaner. Wenn nicht noch ein cremiger Mohn-Streuselkuchen im Napf gebacken auf dem Programm gestanden hätte. Von der Hauptspeise hätte man sich gern einen Nachschlag geholt. Das Winzerdinner im Terra war wieder einmal ein genussvoller Abend, bei dem man am Ende sogar mit seinen Tischnachbarn gut ins Gespräch kam. Unter Genussfreunden gibt es immer etwas zu bereden.

Wie geht’s weiter?

Das Format geht weiter – am 27. April mit Matthias Runkel vom Weingut Bischel in Rheinhessen oder am 4. Mai mit Markus Schneider vom gleichnamigen Weingut aus der Pfalz. Verheißungsvoll klingen beide Angebote, sodass man sich bei wenigstens einem dieser kulmarischen Ereignisse in Wolfsburg vielleicht wieder treffen kann – wenn es zeitlich passt. Und bis dahin hat ein junger Botenstoff von Stahl die eine oder andere Erinnerung an diesen wunderbaren Abend neu geweckt…




Ein Abstecher ins Sorrento

Ein Abstecher ins Ristorante Sorrento lohnt sich auf jeden Fall. Auf dem Bohlweg kann man ein Stück Süden in Braunschweig genießen.

Als Otto Julius Bierbaum sich mit dem Auto aufmachte, um über die Alpen in Richtung Süden zu fahren, da war das durchaus nicht gewöhnlich. Als der Mann mit diesem prächtigen und urwüchsig deutsch klingenden Namen in das deutsche Sehnsuchtsland fuhr, fing man gerade erst an, den Pferdewagen durch das Automobil zu ersetzen. Benzin gab es damals nur in Apotheken. Und wenn ein knatterndes und dampfendes Gefährt durch Städte oder Dörfer kam, dann war das Gesprächsstoff für einige Tage. Seine »empfindsame Reise« führte den Schriftsteller 1902 von Berlin nach Sorrent. »Das ist ein Ort, alles Hässliche zu vergessen, alle Sehnsucht zu verlernen, ganz der der Gnade des Augenblicks zu leben, aus tiefstem Herzen einer Schönheit froh… Hier ist der Glanz und die Klarheit, hier ist die ganze ruhige Fülle des Südens. Nur sehen sollte man hier und sollte nicht die köstlichen Gesichte stören mit Gedanken. Einfach in der Sonne liegen und das Glück genießen, – nur dies ziemt sich hier, und alles andre ist Sünde wider die Götter dieses paradiesischen Winkels, wo der große Plan noch lebt.«, schwärmt der Schriftsteller.

Seit 40 Jahren im Familienbesitz

Dort, wo man nur genießen sollte und nicht grübeln. Das sind die Orte, wo wir wieder richtig Mensch werden können. Sorrent liegt weit weg und ist für den einen weniger für den anderen noch weniger erreichbar. Am wenigstens im Alltag. Wie wunderbar also, wenn dass Sorrento in der Nähe liegt. In Braunschweig, dort wo das Leben dieser schönen Stadt pulsiert, im ersten Stock eines jener Häuser auf der gegenüber liegenden Seite des neu erbauten Schlosses, die nach dem Krieg im Kontrast zu der Vorkriegsschönheit der Löwenstadt funktional und wenig ästethisch gebaut wurden, liegt das Restaurant, das sogar eine Raucherlounge hat. Das Sorrento ist seit 40 Jahren in Familienbesitz und Brigitta Jünke-Bremer, vom Weinhaus Bremer, hatte mir schon seit geraumer Zeit geraten, dort einmal die italienische Küche zu genießen. Wenn sich einer mit kulinarischen Gaumenfreuden Italiens auskennt, dann sie. Also haben wir das Experiment gewagt.

Der Praxistest

Ich habe zwei Brüder, also konnten wir an diesem Abend drei Gerichte probieren. Und natürlich einen guten Wein – in diesem Fall einen frischen Barbera. Das Ambiente des Sorrento ist gepflegt und gemütlich, mit einer Spur Eleganz. Ein Ort zum Wohlfühlen. Es fühlt sich so an wie ein italienisches Restaurant. An diesem Abend gab es nur männliche Bedienungen. Dunkle Hose, weißes Hemd. Woran es auch immer liegen mag, aber in Italien habe ich höchst selten weibliche Servicekräfte am Tisch gesehen. Das ist nicht besser oder schlechter, aber schien uns allen charakteristisch. Nach dem obligatorischen Wartebrot, das allein schon Grund für ein italienisches Essen ist, und einer Vorspeise, probierten wir ganz unterschiedliche Gerichte – allesamt Klassiker: Lachs, Saltimbocca und schließlich Leber mit gedünsteten Zwiebeln und Rosmarinkartoffeln. Alle Gerichte gab es mit knackigen, perfekt zubereiteten Böhnchen. Zum Dessert (leider ohne Dessertwein) eine perfekte Pannacotta. Alles war lecker und rund abgeschmeckt. Gute Zutaten, feine Saucen und damit ein erstklassiges Italiener-Esserlebnis. Hier lohnt sich wieder ein Abstecher hin, wenn des Tages Unrast das Gemüt bedrückt – so hätte es wohl der empfindsame »Automobiler« Bierbaum gesagt. Nachdem der erste Besuch ein Erfolg war, kann man sich getrost das nächste Mal auf eine Empfehlung des Hauses verlassen. Ich werde also bald wieder ins Sorrento fahren – und vielleicht auch mal nach Sorrent selbst.




Wolfenbüttler Tortenkultur eröffnet

Im Herzen der Lessingstadt hat jetzt die Tortenkultur der Konditorei Mücke ihr Café unter den Krambuden 13 fertig renoviert und lädt zum süßen Genuss ein.

Daniel (links) und Jens Mücke und in der Mitte Jennifer Tasch.

Wahrscheinlich hat er das nie gemacht. Der Herzog nicht und genauso wenig seine Entourage. Aber ein netter Gedanke ist es: Die Höflinge und der Besuch des kleinen Potentaten könnten sich an einem schönen Märztag zu einem Spaziergang aufgemacht haben. Über den Schlossplatz, dorthin, wo die stolzen Bürger der Stadt Waren feilbieten. Unter den Krambuden. Schwatzend und lachend wären Sie in eines der Eckhäuser geschlendert, die schmalen Treppen hinauf, in ein kleines Kaffeehaus. Verwinkelt und etwas schief. Die Tapete mit höfischer Ornamentik, an den Wänden Bilder aus der Stadt. Kleine Möbel. Ein bisschen Biedermeier. Urgemütlich. Nicht so, wie die Kaffeehäuser der großen Städte. Kleiner. Jedoch mit Schick. Und mit deren Spezialitäten – Linzer Torte, Sacher oder kleine Törtchen und dazu erlesene Kaffeespezialitäten – kann man auch in dieser kleinen Residenz locker mithalten. Leider war der Hof schon ins benachbarte Braunschweig verlegt, bevor die Zeit der Kaffeehauskultur in Mode kam. Aber das schöne Schloss haben die Wolfenbüttler behalten. Und mit ihm den Glanz vergangener Tage.

Den Glanz der Geschichte bewahrt

Im neuen Projekt von Daniel und Jens Mücke ist ein bisschen von diesem Glanz bewahrt und ins 21. Jahrhundert übertragen worden. Wolfenbüttel hat Geschichte. Und es hat Zukunft. Dank des Engagements von Menschen wie dieses Brüderpaar, das lachend und feixend – so wie man sich das unter Brüdern vorstellt – im ersten Stock der Krambuden 13 sitzen und von ihren Plänen berichten. Die Mückes haben in Salzgitter Lebenstedt eine Bäckerei und Konditorei. Und Daniel pflegt das Handwerk dieser beiden Disziplinen nun in der fünften Generation. In der vierten ist der Vater noch aktiv und nun erweitern die Brüder die Aktivitäten des traditionsreichen Betriebes auf die Lessingstadt. Daniel ist Bäcker- und Konditormeister. Und was der Bruder macht, frage ich. »Was braucht man noch in so einem Geschäft?«, fragt er mit einem Augenwinkern zurück, um gleich darauf die Antwort zu geben: »Jemanden, der das das Geld zusammenhält«. Jens ist Betriebswirtschaftler. Und zusammen mit Jennifer Tasch, die ebenfalls mit am Tisch sitzt, ist die Tortenkultur seit Juni in Wolfenbüttel am Start. Und so richtig jetzt seit März dieses Jahres.

Tortenkultur: Der Name ist Programm

»Wir haben erst langsam gestartet und das Objekt renoviert«, erklärt Jens Mücke. Für die Inneneinrichtung ist Jennifer Tasch verantwortlich. »Wir wollten die Geschichte der Stadt aufgreifen und in diesen schönen Räumen spiegeln«, erklärt sie das Konzept. Und das ist gelungen. Man sitzt stilvoll in den beiden Räumen, die erlesen eingerichtet sind und viel Behaglichkeit ausstrahlen. Eine Konditorei in Wolfenbüttel, dem einstigen Standort der Konditorenfachschule, das ist nicht nur für die Lessingstädter wichtig, sondern ebenso für die Touristen in der Stadt. Deshalb, so betont Jens Mücke, habe man von Anfang an auch intensiv mit der Stadt kooperiert. Der Name »Tortenkultur« soll Programm sein. »Wir wollen Rezepte aufgreifen, die sonst nicht mehr so geläufig sind«, verspricht der Konditormeister Daniel Mücke. Die Massen für die Spezialitäten würden von Hand aufgeschlagen und kämen aus dem eigenen Hause, erklärt er. Dabei achtet man im Hause Mücke auf regionale Produkte und gute Qualität.

Der Faktencheck

Konditor und Bäcker, das seien zwei ganz unterschiedliche und gleichermaßen reizvolle Disziplinen, meint er. »Der Bäcker hat einen Teig und kann daraus unzählige Dinge kreieren. Der Konditor braucht hundert Sachen für eine Spezialität«, lacht er. Beides habe seinen Reiz. »Tortenkultur. Dieser Begriff soll sich entwickeln. Wir sind mit dem Stadtarchiv in Kontakt und suchen nach alten Hineisen, was früher in Wolfenbüttel so geläufig war. Das wollen wir aufgreifen. Da gilt es dann, alte Rezepte wieder neu zum Leben zu erwecken«, freut er sich. Zum Abschied stehen wir unten im Verkaufsraum. Die Torten lachen mich allesamt an. Nicht minder die Trüffelkreationen. Daniel Mücke macht noch ein Überlebenspaket fertig, das ich zuhause genießen darf. Linzer Torte, ein Törtchen mit weißer Schokolade, eins mit einer Schoko-Mousse und ein klassisches Himbeertörtchen. Alles gelungen und lecker. Nicht zur schwer, nicht zu süß. Das nächste Mal, wenn ich in der Stadt bin, werde ich das in der Atmosphäre dieses kleinen, aber feinen Cafés genießen. Nicht als Höfling des Herzogs, sondern als Wolfenbüttler, der die Stadt und seine Kultur liebt. Auch die Tortenkultur.




Beim Anders ist der Hamburger anders

Beim Anders im Magniviertel habe ich jetzt einen Hamburger probiert, der dem Namen des Hauses gerecht wird.

Manchmal ist es doch gut, wenn man mit Gewohnheiten bricht. Beim Essen sowieso. Natürlich, das Lieblingsgericht ist ok. Zuhause und im Restaurant. Es ist immer gut, seine Traditionen beim Essen zu haben. Wenn es danach gegangen wäre, hätte ich beim Anders mit meinem Freund Paul wieder das Holzfällersteak nehmen müssen. Bewehrt und gut. Eigentlich wollten wir erst gar nicht in die Karte gucken. Aber wir wagten den Blick, und diesmal waren wir beide vom Hamburger »Anders« angefixt. Wirklich anders? Das musste getestet werden. Nach dem ersten Bier wurde er dann serviert und sah tatsächlich nicht üblich aus. Schon der Teller ist ein optisches Highlight. Alles hübsch arrangiert und nicht lieblos auf dem Teller vergessen. Auch bei einem Hamburger erfreut das. Jedenfalls wenn man ihn im Restaurant serviert bekommt.

Eine gute Komposition

In der Reihenfolge. Ich esse immer zuerst den Salat. Krautsalat ist nicht gleich Krautsalat. Er kann wahlweise zu sauer, zu süß, zu knackig, zu labbrig sein. Dieser hier ist die ideale Mitte der kuliarischen Pendelschäge: Mürbe im Biss, nicht zu weich, eine angenehme Säure und vor allem saftig. Der Hamburger ist tatsächlich anders. Auf einen größeren Kohlehydratanteil wurde mit einer kleinen Scheibe Toast verzichtet. Das bildet die Mitte einer Komposition aus einem Black-Angus Hacksteak mit hausgemachter Barbecue-Sauce, kross gebratenen Speck, Zwiebeln, Käse und einem saftigen Steak. Die Barbecue-Sauce war, für meinen Geschmack gerade richtig: leicht rauchig aber immer noch fruchtig mit einer angenehmen Süße. Auch wenn es auf den ersten Blick knapp aussieht. Mit dem Teller wird man gut satt. Und glücklich sowieso.




Moussaka beim Olympia

Ich war mit meinem Kumpel Sam beim Restaurant Olympia in Wolfenbüttel, und wir wurden mit einen griechischen Klassiker außerhalb der Karte verwöhnt: Moussaka.

»Was dem Italiener die Lasagne ist Menios Koukoulas Moussaka«, sagt Sam. Sam ist mein kochender Kumpel aus dem Börgerbüro und Menios Grieche, und er betreibt das Olympia auf der Harzstraße. Wenn Köche einander besuchen, dann ist das ein gutes Zeichen, finde ich. Und die Chance etwas Besonderes zu bekommen. In diesem Fall ist das Moussaka. Für die griechische Küche ist das natürlich nichts Ungewöhnliches. Denn neben dem allgegenwärtigen Gyros oder Souflaki ist der Auflauf, der eigentlich aus dem arabischen Raum stammt, eines der bekanntesten Gerichte der griechischen Küche. Das ist doch wirklich eine schöne Sache. So wenig, wie sich Türken etwa und Griechen Manchesmal auf den Pelz gucken können. Beim Moussaka ticken sie ähnlich. Die Zubereitungsarten sind je nach Region selbstverständlich unterschiedlich. In eine Moussaka kann man alles und nichts reintun. In der Fastenzeit hört man sogar von fleischlosen Varianten… Im Olympia steht sie normalerweise nicht auf dem Programm. Aber für Sam wurde die Auflaufform gefüllt. Die Familie bekommt ihre Portion und der Rest wurde im Abendbetrieb abverkauft. Wir und ein paar Gäste hatten also Glück.

Moussaka – ein Traum

Beim Olympia, das auf den ersten Blick etwas folkoremäßig rüberkommt, aber trotzdem sehr gemütlich ist, gibt es zunächst eine ansehnliche Vorspeisenplatte mit duftend frischem Brot. Da überzeugen etwa eine leckere Ei-Käsecreme, eine pikante Fischcreme, weiße Bohnen, eingelegte Paprika aber nicht zuletzt auch das klassische Tzatziki. Diese kleinen Häppchen haben den Vorteil, dass man rasch ins Gespräch kommt, auslotet, was der eine oder andere mag und dabei flugs die Zeit vergisst. Dann ist die Spannung groß. Die Moussaka rauscht auf den Tellern heran. Stattlich erheben sich Kartoffelschichten, abgewechselt von Hack, mit Zwiebeln und Auberginen. Oben auf eine aufgeschlagene Bechamelsauce mit Käse überbacken, goldbraun und duftend. Deftig und leicht zugleich. Ein Traum. Nichts für den kleinen Hunger. Am Ende bekommen wir noch ein Päckchen für den nächsten Tag mit nach Hause. Und aufgewärmt schmeckte es mindestens genauso gut. Man versteht sehr schnell, warum dieses Gericht so verbreitet ist. Ob aus Sams kundiger Hand zubereitet als Sheppards Pie oder eben hier in der mediterranen Variante.

Ein zünftiger kulinarischer Abend mit Sam animiert zu weiteren Entdeckungserkundungen im Olympia. Natürlich traue ich seinem Urteil, dass auch der Rest der Küche exzellent sei. Aber in kulinarischen Dingen probiert man am Ende doch immer liebsten selbst…




Der Bentley Afternoon Tea im Ritz-Carlton

Der Bentley Afternoon Tea im The Ritz-Carlton Wolfsburg ist allein schon ein Ausflug nach Wolfsburg wert. Dazu kann man in der Autostadt noch eine »Exkursion« unternehmen.

Der Winter kann lang werden. Weihnachten wäre er am schönsten gewesen. Aber die Ehre gibt er uns selten. Und auch wenn die Tage wieder länger werden: Es fehlt Licht und Wärme. Eine gute Antwort darauf ist ein Nachmittag in der Autostadt. Ein freier Samstag passt zum Beispiel oder ein Sonntag. Wir haben das jetzt ausprobiert: erst Kultur dann Kulinarik. Wenn ich ehrlich sein soll, insbesondere den ersten Teil hätte ich dort nicht erwartet. Unterhaltung für Autoabholer war die Prognose. Ein famoser Nachmittag mit guter Unterhaltung, Informationen und Erlebniskultur die Wirklichkeit. Dass die Teezeit im Ritz Carlton ein Erlebnis wird, das war eher zu erwarten. Aber auch hier gilt: So ein »Essengehen« stand noch nicht auf dem Programm. Jedoch von vorn: Der Bentley Afternoon Tea hat mich angelacht, seit ich das erste mal davon erfahren hatte. Gut, eine Schwäche für britische Kultur habe ich sowieso. Clotted Cream, Scones und Sandwiches mit herrlich aromatischen Tee nebst zelebrierender Teekultur, das ist schon etwas Besonderes.

Nachmittags Essen gehen

Abends Essen gehen, ist Standard. Frühstücken ist Trend. Beim Nachmittagskaffee kommt man allerdings doch eher selten raus. Es sei denn, es steht ein Ausflug an. Deshalb vorweg. Der Bentley Afternoon Tea funktioniert genauso ohne vorherige Aktivität. Aber natürlich genauso mit. Im zweiten Fall sollte man gut Zeit einplanen. Wir waren gegen 13 Uhr in der Autostadt und haben uns zunächst des fahrbaren Untersatzes entledigt. Bis auf die Winterwelt und einige kulinarische Angebote war der Erlebnispark rund um die VW-Produktion in Wolfsburg bisher noch nicht wirklich auf dem Radar. Und das, obwohl ich ein ausgesprochener Autonarr bin. Die Autostadt bietet Führungen an – wir haben eine in Anspruch genommen –, man kann allerdings auch allein durch die Ausstellungen pilgern.

Kommunikation wird in der Autostadt großgeschrieben!

In der Autostadt, das kann man wirklich sagen, wird Kommunikation großgeschrieben. In den meisten Bereichen gibt es zwar keine standardisierten Audioguides, dafür aber jede Menge »echte Menschen«, die nicht nur fachkundig, sondern engagiert Auskunft geben können – und wollen. Ich habe selten eine so kurzweilige und inhaltlich auf Bedürfnisse abgestimmte Führung erlebt wie durch die Exponate der Autostadt. Ein Freund meinte neulich, die vielen Mitarbeiter schüchterten ihn ein. Das mag an Museumserfahrungen liegen, die auch bei mir nur so aussehen, dass Aufpasser höchstens dazu da sind, dass man sich den Exponaten nicht zu weit nähert oder die einen anderweitig auf ungebührliches Verhalten hinweisen.

Man kommt aus dem Staunen nicht heraus

In der Autostadt dürfen, ja sollen Fragen gestellt werden. Wir wollten uns erst einmal einen Überblick verschaffen. Deshalb schauten wir uns die Geschichte der Automobile mit Muße an. Die Pionierautomarken stehen hier friedlich nebeneinander. Beim Käfer seufzen sicher 90 % der Besucher in Erinnerung an den ersten fahrbaren Untersatz auf (oder an den ihrer Eltern…). Bei den Bentleys und anderen Luxuskarossen kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Einen eigenen Tag fast bräuchte man wohl für das Porschehaus, das einen schon architektonisch gefangen nimmt. Im Haupthaus gibt es Ausstellungen ohne Ende: zum Thema Wirtschaft und Börse, Innovation, Ökologie und, und, und. Und zwar so, dass man sie mit Unterhaltung und Wissensgewinn anschauen kann. Zwei Stunden vergehen wie im Flug, bevor wir zur Hauptsache kommen. Dem leiblichen Genuss, der im Ritz Carlton auch ein ästhetischer ist. Das »Wohnzimmer« im Hotelfoyer ist gleichermaßen großzügig wie heimelig. Der Blick auf die Industriebauten und Wasserstraßen wirkt im dämmernden Spätnachmittagslicht fast romantisch. In luftigen Raumteiler züngeln gemütlich Flammen, die Kaminatmosphäre vermitteln.

Angekommen zu Hause

Man setzt sich auf die bequemen Sitzgruppen und ist angekommen. Das liegt nicht zuletzt am Service, der einem das Gefühl gibt, sofort heimisch zu sein. Eine große Holztruhe wird gereicht, in der die verschiedenen Teetypen zum Beschnuppern sind. Hier kann man von weißen über grünen bis hin zu edel aromatisierten Tees fündig werden. Ich nehme den original Englisch Breakfest Tea. Auf der Insel pflegt man die Teetradition seit dem 17. Jahrhundert. Da ist der pure Genuss zum Start fast Verpflichtung. Später kann man noch allerlei anderes ausprobieren. So wie in England üblich wird der Lowtea mit herzhaften und süßen Spezialitäten in einer Etagere angeboten. Zuvor gibt es einen erfrischenden Aperetif – mit oder ohne Alkohol. Beide sind lecker.

Auf das Abendessen kann man verzichten

Was auf den ersten Blick vielleicht knapp aussieht, entpuppt sich im Verlauf eines genussreichen Nachmittags als gut geeignet, auf ein weiteres Abendessen zu verzichten. Neben Tee satt werden zunächst einmal die köstlichen Sandwiches gekostet. Mit Gurke, wie sich das gehört, Lachs, Ei und geräuchertem Speck. Damit es keinen ehelichen oder partnerschaftlichen Streit gibt: für jeden immer eines. Zwischen dem weichen Sandwichbrot warten himmlische Cremes auf den Genuss. Zum Bentley Tea wird eine Zeitung gereicht. Je nach Verständigungslust kann also gelesen, geträumt oder in Ruhe geplaudert werden. Wenn man sich umschaut, so sieht das suchende Auge vor allem Freundinnen, die sich wohl nach dem Einkaufsbummel hier treffen sowie Gruppen. Vor allem Frauen, wie die Servicekraft schmunzelnd bemerkt. Als Mann kann ich dazu nur sagen: Auch der nächste Herrennachmittag sollte dort hingehen. Diese Art von Genuss ist genauso etwas für uns.

Ein herrlicher Nachmittag

Nach den Sandwiches kommen die Scones. Natürlich in verschiedenen Variationen und vor allem aber mit Clotted Cream und Erdbeerkonfitüre. Die Cream ist nicht schwer und allein, etwa zu den Tonkabohnenscones, ein Genuss. So geht »Slow Food«. Mittlerweile ist bestimmt schon eine gute Stunde vergangen. Die zweite Kanne Tee wird gereicht. Wagemutige, wie meine Frau, probieren sie aus. Ich bleibe beim Original. Die Zeit verstreicht. Langsam wird es dunkel. Und Behaglichkeit macht sich breit. Kleine Törtchen geben das süße Finale. Passionsfrucht, grüner Tee, Apfel in diesem Fall. Vom benachbarten Fußballstadion kommen Fans in die Hotellobby, junge Familien mit Kindern, neben den Geschäftsleuten, die noch etwas zu besprechen haben. Die Atmosphäre ist belebt, ohne nervös zu werden. Wenn das letzte Törtchen verputzt ist, stellt sich Zufriedenheit ein. Wer möchte, kann noch einen Absacker in der Newmans Bar trinken oder genießt einfach den Nachklang eines herrlichen Teenachmittags.




Mit Butlers Bonus Buch kulinarische Vielfalt entdecken

Butlers Bonus Buch zeigt: Unsere Region hat kulinarisch ganz schön was zu bieten. Ein gutes Weihnachtsgeschenk für alle Kulinariker.

Mit dem Essengehen ist das so eine Sache. Man hat seine lieben Gewohnheiten. Das ist auch gut so. Einerseits. Denn es ist eine schöne Sache, in einem Restaurant aufzuschlagen, in dem man nicht nur als Gast, sondern als Freund begrüßt wird. Bei Letzteren kennt man Vorlieben, oder man weiß, wie wagemutig der Gast ist, wenn es darum geht, neue kulinarische Ufer zu entdecken. Aber genauso schön ist es natürlich andererseits, die ganze Vielfalt der Region kennenzulernen. Wer Butlers Bonus Buch aufschlägt und durchblättert, der sieht überdies: Für viele Dinge muss nicht einmal eine Fernreise arrangiert werden. Denn die Region hat viel mehr zu bieten, als man glaubt. Die 260 seitige Broschüre zeigt zudem, ganz nebenbei, bei Kulinarisch38 haben wir noch Stoff für die nächsten zehn Jahre. Mindestens.

Breites Angebot im Bonus Buch

Angeboten werden 400 Gutscheine von 224 Teilnehmern. 200 »2 für 1 Angebote« befördern den Wagemut, einfach einmal etwas Neues zu probieren. Abgedeckt wird praktisch der gesamte Kulinarisch38-Raum: Braunschweig, Wolfenbüttel, Salzgitter, Harz, Wolfsburg und Gifhorn in Gastronomie vornehmlich, aber auch mit Freizeitangeboten, Dienstleister und Handel. Das Spektrum der gastronomischen Angebote reicht vom Imbiss bis hin zur gehobenen Gastronomie. Ganz neu zum Beispiel ist das »meynum« in Meine, das mediterrane Spezialitäten in modernen Ambiente anbietet. Feinste Grillkultur gibt’s ab Dezember bei »Liebes Kuh«. Spanische Spezialitäten im El Mundo. Um nur einige Möglichkeiten zu nennen.

Für Kulinariker in der Region oder welche, die es werden wollen, ist das Bonus Buch ein ideales Geschenk. Nicht, um seinem Lieblingsrestaurant untreu zu werden. Sondern um die ganze gastronomische Vielfalt der Region kennenzulernen. Wenn man das ganze Buch schaffen will, muss man sich schon ganz schön ranhalten. Aber so ein Jahr ist ja lang…




Beim Straubenwirt auf dem Adventshof

Eigentlich sind Straubenwirte in Südtirol zu Hause. Bastian Ziegler und Markus Brix haben die Spezialität nach Wolfenbüttel gebracht.

Bastian Ziegler

Bastian Ziegler

Bei einem ostfriesischen Wirt in Wolfenbüttel etwas über eine Südtiroler Spezialität zu erfahren. Das ist etwas. Nach dem ersten Adventswochenende, an dem die Adventshöfe bereits offen waren, bin ich Bastian Ziegler verabredet. Seinen kulinarischen Partner in Sachen Weihnachtsmarkt, Markus Brix, ruft die kommunale Politik ins Rathaus und so treffen wir uns allein in der Augusta. Für das Foto wechselt Bastian Ziegler kurz auf einen gut beleuchteten Platz. Und dann geht’s um die Strauben. Bei einem alkoholfreien Weizen und einem Kaffee. Obwohl ich schon in Südtirol war. Davon wusste ich nichts. Vielleicht liegt es daran, dass ich noch keinen Kirchtag besucht habe. Denn da wird die bekannteste Süßspeise zwischen Brenner und Bozen serviert. Markus Brix und Bastian Ziegler hatten sie auf einer Radtour entdeckt. München – Gardasee und wieder zurück. Auf dem Weg liegt das zauberhafte Bruneck. Dort schließlich aßen die beiden ausgehungerten Radler, die Spezialität, die traditionell mit Preiselbeermarmelade gereicht wird. Und sie waren so begeistert, dass der Entschluss gefasst war, so etwas auch in der Lessingstadt zu probieren. Auf dem Weihnachtsmarkt. Im letzten Jahr hatten die Straubenwirte Premiere. Nun geht die Geschichte also auf dem Adventshof auf der Kommisse weiter.

Der Weg nach Wolfenbüttel

Bastian Zieglers Geschichte in Wolfenbüttel liegt schon viel weiter zurück. Er ist kein »Hiesiger«. Aber einer, der unserer schönen Stadt das Herz geschenkt hat. Und das ist am Ende vielleicht sogar mehr, als einfach nur Wolfenbüttler zu sein. Aus dem tiefsten Sauerland kommend, ich musste zweimal hinhören, sei ihm die Stadt beim ersten Besuch wie eine Großstadt vorgekommen. »Mit 16, 17 kam ich das erste Mal hierher. So große Städte wie Braunschweig und Wolfenbüttel hatte ich noch nicht gesehen.«, schmunzelt Bastian Ziegler, während er sich seine Hände an der Kaffeetasse wärmt. Diese Beziehung hat gehalten. Bei Krombacher lernte der Sauerländer (dem man das nicht anhört) zunächst Brauer. Später fing er ein Brau-Studium in Weihenstephan an. »Aber das war am Ende nicht das Richtige«, erzählt er. Nach dem Handwerklichen beschäftigte er sich deshalb beruflich mit der Informatik. Für den damaligen jungen Familienvater versprach der Berufszweig Sicherheit.

Weihnachtsstress und Weihnachtsmärkte

Und als Informatiker kam er dann Anfang 2000 nach Wolfenbüttel. Wieder zurück sozusagen. Beruf und Sicherheit ist viel. Aber etwas scheint bei Bastian Ziegler noch vom ersten Beruf zurückgeblieben zu sein. Mit den Händen etwas herstellen, das man genießen kann. Denn anders lässt sich nicht erklären, warum er sich in einer Zeit, wo andere händeringend um Urlaub bitten, sogar die Wochenenden um die Ohren schlägt. Denn Arbeit sei das schon, räumt er freimütig ein. Nach dem Wochenende wisse man schon, was man gemacht habe. Aber das ist eben nicht alles. »Ich genieße diesen direkten Kontakt mit Menschen. Die Freude, wenn es ihnen geschmeckt hat«, erklärt er das Ungewöhnliche. Natürlich sei der Weihnachtsmarkt Stress. Aber offenbar ein positiver Stress. Dabei ist er in das Abenteuer ohne jede Voraussetzung gekommen. Er habe einfach so gefragt bei der Stadt, was man tun könne, um auf den Weihnachtsmarkt zu kommen. »Und ehe ich mich versah, hatten wir einen Stand«, schmunzelt er. Nun ist erstmal die Adventszeit dran. Und in der holen Markus Brix und Bastian Ziegler ein Stück Südtirol nach Wolfenbüttel. Dabei vernetzen sich die beiden mit regionalen Anbietern: Der Teig wird von der Altstadtbäckerei Richter hergestellt. Den Glühwein liefert Jörn Zeisbrich von Barrique Wolfenbüttel. Das eine Thema hat Bastian Ziegler noch gar nicht durch, da deutet er auch schon neue Ideen an, was er in Sachen Kulinarik für Wolfenbüttel anbieten kann. Aber dazu treffe ich mich ein zweites Mal mit ihm. Vielleicht wieder in der Augusta.

Wer einmal Sträuben selbst zubereiten möchte, wird hier fündig. Und die Wolfenbüttler Straubenwirte kann man auf Facebook liken.




„Omas Schokolade“ ist der schönste Stand 2016

PM-Stadt-BS. Schwierige Wahl auf dem Braunschweiger Weihnachtsmarkt: Aus 149 liebevoll dekorierten Ständen wählte eine Jury den schönsten aus. Gewonnen hat „Omas Schokolade“. Damit honorierte die Jury die weihnachtliche und urige Optik des Standes sowie dass die Produkte vor Ort hergestellt werden.

Schönste Weihnachtsmarktstände. Foto: Peter Sierigk

Schönste Weihnachtsmarktstände. Foto: Peter Sierigk

Neun Personen – eine Entscheidung: Einstimmig hat sich die Jury für „Omas Schokolade“ als schönsten Stand auf dem Braunschweiger Weihnachtsmarkt 2016 entschieden. Zur Auswahl standen 149 Stände, die die Jury bei ihrem heutigen Rundgang besucht hat. „Es wird jedes Jahr schwieriger“, berichtet Stefan Franz vom Schaustellerverband Braunschweig. „Der eigene Stand ist das Aushängeschild der Schausteller und Kunsthandwerker und das ist deutlich erkennbar, so sehenswert sind sie geschmückt. Die jährliche Wahl des schönsten Standes gibt da natürlich einen zusätzlichen Anreiz.“

Gerold Leppa, Wirtschaftsdezernent der Stadt Braunschweig, ergänzt: „Natürlich sind die Stände auch ein Aushängeschild unseres Braunschweiger Weihnachtsmarkts und so freut es uns umso mehr, die liebevolle Arbeit jedes Jahr aufs Neue honorieren zu können.“

Die Jury war sich einig: Den ersten Platz erhielt „Omas Schokolade“ von Betreiber Lennard Dormeier. An seinem Stand vertreibt er über 40 Pralinen-Arten sowie mehrere Sorten Schokolade – direkt vor Ort gefertigt. „‘Omas Schokolade‘ ist neu auf dem Braunschweiger Weihnachtsmarkt und konnte uns gleich mit seinen vor Ort hergestellten Produkten und einem stimmigen Gesamteindruck der geschmückten Hütte und den passend gekleideten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern überzeugen“, beschreibt Olaf Jaeschke vom Arbeitsausschuss Innenstadt e. V. und diesjähriges Jurymitglied.

Auch ein Hingucker ist das traditionelle Kinderkarussell auf dem Domplatz. Betreiber Maikel Blume ist ebenfalls das erste Mal auf dem Braunschweiger Weihnachtsmarkt und konnte sich direkt den zweiten Platz bei der Wahl des schönsten Standes sichern – besonders gelobt wurde die weihnachtliche Gestaltung des Innenraums. Das traditionelle Karussell bietet Motorräder, Polizei- und Feuerwehrfahrzeuge in historischer Ausstattung und schafft einen regionalen Bezug durch einen Eintracht Braunschweig-Fanbus.

Der dritte Platz geht an den „Ernteonkel“ Jürgen Klein. Auch er überzeugte die Jury bei seinem ersten Weihnachtsmarkt-Stand damit, dass er vor Ort Zwiebel-, Bauern- und Mummebrot im Holzbackofen backt. Freundliche und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben außerdem ebenso zum dritten Platz beigetragen wie der mit Liebe zum Detail dekorierte Stand.

Zur Jury gehörten in diesem Jahr Stefan Franz (Schaustellerverband Braunschweig), Cornelia Götz (Braunschweiger Dom), Olaf Jaeschke (Arbeitsausschuss Innenstadt Braunschweig), Dr. Angela Klein (Braunschweigisches Landesmuseum), Gerold Leppa (Wirtschaftsdezernent), Ulrike Neumann (Stadtmarketing), Ingeborg Obi-Preuß (neue Braunschweiger), Wieslaw Puzia (Arbeitsausschuss Tourismus Braunschweig) und Heike Zander (Stadtbezirksrat Innenstadt).

Partner und Sponsoren des Braunschweiger Weihnachtsmarktes 2016 sind Heimbs Kaffee GmbH und Co. KG, der Schaustellerverband Braunschweig e. V. und BS|Energy.