Hähnchenbrustfilet mit Noilly-Prat-Sauce

Kennt Ihr das auch? Manchmal muss es schnell gehen. Oder man hat einfach keine Lust mehr. Ein langer Arbeitstag. Nieselregen wie heute. Nebenbei ohne Ende. Selbst zum Restaurant möchte man den Weg nicht mehr nehmen.

Lieferservice ist die eine Möglichkeit. Nur im ersten Augenblick reizvoll. Fertiggerichte. Na ja. Aber wenn man schon nicht alles selbst machen möchte. Einige Komponenten gehen schon mal vorbereitet. Klöße zum Beispiel. Klar: Selbstgemachte sind natürlich besser. Aber ausnahmsweise geht genauso die Fertigvariante. Die Zutaten für unser Hähnchenbrustfilet mit Noilly-Prat-Sauce sind jedenfalls schnell zusammen. Und mit dem französischen Wermut wird dieses schnelle Essen zum passenden Trost für alle Unbilden, die man an so einem Tag erleben kann.

Für 4 Personen:

 

4 Hähnchenbrustfilets
200 ml Sahne
3 Teel. Getrocknete Frühlingszwiebel
2 Teel. Getrocknete Tomatenflocken
2 Teel. Getrockneten Bärlauch
3 Spritzer Worcester Sauce
Salz und Pfeffer
50 ml Noilly Prat
750 g grüne Bohnen
4 Thüringer Klöße
Ofen auf 120°C vorheizen. Hähnchenbrustfilet in einer Pfanne scharf anbraten und in einer feuerfesten Form für ca. 30 Minuten fertig garen. Den Bratenansatz mit Sahne und den Noilly Prat ablöschen, würzen und alles etwa um 1/3 ein reduzieren lassen.  Währenddessen die Bohnen in Salzwasser garen. Heute habe ich mal Bohnen aus dem Tiefkühlfach genommen. Auch die Klöße habe ich mal als Fertigprodukt genommen und nach Anleitung gar ziehen lassen.




Braunkohl klassisch, als Fast Food und mal anders…

Von Sam Harvey

Wenn ich mich manchmal so im Spiegel betrachte, frage ich mich, ob professionelles Schlemmen überhaupt gut für mich ist. Aber wenn mein Kumpel Andreas mich bittet, überlege ich nicht lange. Außerdem ist es doch so, dass der Braunkohl irgendwie auch ein Markenzeichen des Winters ist. Nicht nur bei uns in der Region. Ja und der Bauch kommt ja sowieso vom Bierchen, rede ich mir einfach mal ein…

Bild: Jailhouse Cooking

Zufälligerweise steht das nächste gemeinsame Essen mit meinen Freunden aus der Knobelrunde an. Alle paar Monate, wenn die Knobelkasse gefüllt ist, lassen wir es uns gut gehen. Es wird alles getestet, die griechischen Restaurants der Stadt, Pizza essen waren wir auch schon und es stehen regelmäßig saisonale Gerichte auf dem Programm. Uns zieht es zum gemeinsamen Braunkohlessen in die Schloß Schänke hier in Wolfenbüttel, ein wunderbares Speiselokal im Zentrum von Wolfenbüttel. Im Sommer kann man es sich mit einem frisch gezapften Bier auf der Terrasse gemütlich machen und den Ausblick auf das Wolfenbüttler Schloss genießen.

Wir wählen alle dasselbe, den Braunkohl mit Kassler und geräucherter Bregenwurst. Meine Freunde bestellen sich Bratkartoffeln dazu, ich nehme die Salzkartoffeln als Beilage. Das Fazit fällt kurz und knapp aus: absolut weiter zu empfehlen! Die Bregenwurst sowie die Kasslerscheibe sind schön deftig, saftig, einfach lecker. Meine Salzkartoffeln auf den Punkt gekocht und der Braunkohl, ja der ist wirklich grandios. Kräftig und mächtig, genau das richtige zu der Jahreszeit. Ein großes Lob an das Küchenteam um Thomas Pirch, der mir ein paar Tage später steckt, dass dies ein altes Rezept von seiner Mutter sei. Ich finde, er macht es genau richtig und ändert rein gar nichts an der Zubereitung. Satt, richtig satt und zufrieden machen wir uns auf den Weg zum Kneipensport, knobeln. Einen Tag später überlege ich, wann ich nochmal in die Schloß Schänke einkehre, um erneut eine Portion von dem Braunkohl zu essen. Ich denke, das sagt alles.

Braunkohl, die Zweite!

Thorsten Nowak von Jailhouse Cooking kocht für einen guten Zweck. Bild: Jailhouse Cooking

Braunkohl die Zweite! Diesmal schenke ich mir eine ganz besondere Variante von diesem Wintergericht zu meinem Geburtstag. Heute schlendere ich in den Klosterhof. Dort findet am Wochenende ein kleiner Weihnachtsmarkt abseits von dem am Stadtmarkt statt. Hier steht Thorsten Nowak von Jailhouse Cooking an der Platte und bietet zwei Varianten seines mittlerweile berühmten Braunkohlburgers an. Ein Besuch ist längst überfällig. Wir treffen uns regelmäßig, tauschen uns aus. Er war auch schon mehrfach bei mir futtern. Jetzt bin ich mal an der Reihe. Dies ist aber alles andere als ein Pflichtbesuch. Ich sehe es eher als ein »Schlemmen für den guten Zweck« am. Denn was viele nicht wissen: Thorsten steht unentgeltlich dort in seiner Freizeit und verkauft seine Burger für einen guten Zweck. Toll! Guter Zweck, kleiner Plausch mit meinem Kumpel und wie sich herausstellen soll, ein ganz tolles Essen auf dem liebevoll dekorierten Klosterhof. Da macht man doch gerne mit und das alles an meinen Geburtstag. Leider bin ich zeitlich etwas kurz gebunden, also lasse ich mir den Braunkohlburger einpacken. Ein paar Minuten später wird ausgepackt und gegessen. Das Roggenbrötchen ist herzhaft gefüllt mit einer Kasslerscheibe, dem leckerem Braunnkohl, einem Spritzer Senf, der den gewissen Pfiff in das ganze bringt. Besonders gefällt mir die Scheibe von der Bregenwurst, die sich Thorsten extra von dem Metzger seines Vertrauens zubereiten lässt. Es schmeckt wunderbar, jetzt weiß ich warum sich dieser Burger zurecht so rum spricht. Zusammenfassend kann ich sagen, lecker, regional, für einen guten Zweck, eine Bereicherung für Wolfenbüttel. Punkt! Naja, nicht ganz. Ich hoffe das Thorsten seinen leckeren Braunkohlburger auch nächstes Jahr zu Weihnachtszeit anbietet, auch dann werde ich zur Stelle sein.

Inspiration für die eigene Küche

Ein paar Tage sind vergangen, total leckerer Braunkohl in der Schlossschenke und der tolle Braunkohlburger von Thorsten! Na gut ihr beiden, jetzt muss ich mir etwas einfallen lassen. Spontan kommt mir die Idee. Einen Braunkohlauflauf, das wäre doch was. Dann legen wir mal los und das ohne viel Schnick-Schnack, gerne auch für Zuhause zum Nachkochen. So geht’s: Ihr bereitet einen Kartoffelstampf nach eurem Geschmack zu. Ich gebe immer noch rote Zwiebeln und Karotten dazu und zerstampfe anschließend die Masse. Das wird in eine Auflaufform gedrückt, cirka Daumendick. Darüber kommt eine weiche Bregenwurst, frisch oder geräuchert. Das entscheidet ihr. Ich empfehle die Bregenwürste von der Fleischerei Heine, die schmecken nicht nur ausgezeichnet, sondern eignen sich für die Zubereitung des Auflaufs hervorragend. Darüber den Braunkohl nach eurem Rezept, das ganze wird mit herzhaften Cheddar gratiniert, fertig! So einfach, so lecker und nicht ganz so mächtig. Wer keine Lust hat selber zu kochen, der weiß jetzt wo es Braunkohl in den verschiedensten Ausführungen gibt. Ob klassisch, als Fast Food oder als Auflauf. Guten Appetit und ein schönes Weihnachtsfest wünsche ich Euch……

Sam zaubert leckere Sachen in seinem Börgerbüro im Slims Irish Corner.




Dubris Spitzbübchen für den dritten Advent

Für eine Keks- oder Plätzchenbackaktion ist es (fast) nie zu spät. Und vor weihnachten ist das besonders schön. Plätzchen backen ist ein kommunikativer Akt, den man mit Kindern oder Partner zelebrieren kann. Mit allem, was dazu gehört. Jetzt vor Weihnachten mit der entsprechenden Musik, mit Teig probieren und der kindlichen Neugierde, wenn die Bäckerinnen und Bäcker erwartungsvoll vor dem beleuchteten Backofen darauf warten, dass die Freude fertig ist und man genussvoll das erste Plätzchen, noch warm probieren kann. Wir haben ein wunderbares Rezept von Dubravka Topcic und ihrem Blog Dubris Cooking. Die leckeren Teile heißen Spitzbübchen – sind aber Geschlechter unabhängig naschbar. Und nun. Viel Spaß beim Kochen. Und ein Dankeschön an Dubri…

Bild: Dubris Cooking.

Bild: Dubris Cooking.

Dubris Spitzbübischen

Für den feinen Teig benötigen wir ca. 60 Minuten und folgende Zutaten:
120 g Butter (kalt)
150 g gemahlene, blanchierte Mandeln
120 g gesiebter Puderzucker
Wenig Salz
145 g Weizenmehl
2 Eier (M)
½ TL Backpulver (auch gesiebt)
Aus allen Zutaten rasch einen feinen Teig verkneten und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Aus dem Teig schöne Plätzchenformen stechen. Denken Sie daran, dass jedes Plätzchen aus 2 Teilen besteht – einem unteren Teil (ohne Loch) und einem oberen, gelochten Teil. Diese werden später zusammengesetzt.

Für die Füllung:
Ca. 200 g feine Himbeermarmelade (ich empfehle die besonders leckeren Sorten von Carolas Fruchtaufstrich).

Auf je einen unteren Teil kommt eine TL-größe Menge Himbeermarmelade darauf. Darauf wird ein gelochter Teil gesetzt. Schön über Nacht kalt stellen und am nächsten Tag ausgiebig mit dem Puderzucker bestäuben.
Platzieren Sie die Plätzchen auf einem schönen Teller; dekorieren Sie den Tisch und lassen Sie sich von der Weihnachtszauber tragen.




Burger-Buns selbst gemacht

Keine Angst vor Hefe. Und das Hamburger-Brötchen selbst gemacht (oder für Profis und Kenner Uns 😉  Ein bisschen schwierig ist es mit der Wärme schon – im Zweifel lieber zu kühl als zu heiß. Aber da tastet man sich ran. Unsere Brötchen sahen am Ende jedenfalls nicht nur lecker aus. Sondern schmeckten auch so.

20161015-dsc_9990-122-2

Für 6 Burger-Buns benötigt man:

325 g Weizenmehl Type 405
30 g Butter, zimmerwarm
11 g Frischhefe
125 ml Milch
60 ml Wasser
1 Eigelb (Größe M)
1 EL Zucker
1/2 TL Salz

1 Eigelb
1 TL Milch
2 EL Sesam

Das Mehl in eine Schüssel geben und zur Seite stellen. Milch in einen kleinen Topf geben, zusammen mit dem Wasser erwärmen und wieder leicht abkühlen lassen. Die Mischung darf nicht heißer als 41°C sein, da ab 42°C Hefe beginnt abzusterben. Jetzt die Hefe und den Zucker in die Milch-Wasser-Mischung geben und alles unter rühren auflösen. Den Hefeansatz zusammen mit dem Ei, Salz und der Butter zum Mehl geben und alles in der Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig verkneten (ca. 5-6 Minuten), der aber noch etwas klebrig sein muss. Die Schüssel mit einem Geschirrtuch abdecken und den Hefe Teig ca. eine Stunde gehen lassen. Anschließend den Teig kurz durchkneten und in 6 gleichgroße Teile abstechen (ca. 90 g). Den Abgestochenen Teig in ca 2 cm hohe Kreise formen und auf dem mit Backpapier ausgelegtem Backblech legen ggf noch etwas platt drücken. Das Backblech mit einem Geschirrtuch abdecken und die Brötchen nochmal ca 35 – 40 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 180°C Umluft bzw. 200°C Ober/Unterhitze vorheizen. Das Eigelb und die Milch verrühren und die Oberfläche der Buns komplett damit bestreichen. Mit Sesam bestreuen und für ca 25 Minuten auf mittlerer Schiene backen.

Wenn Ihr tolle Burger-Rezepte sucht, solltet ihr unbedingt auf dem Blog Jailhouse Cooking schauen. Kulinarisch38 berichtete

20161016-dsc_0020-185

20161016-dsc_0030-195-2




Hamburger-Patty selbst machen

Ein Patty ist eine Frikadelle. Klingt nur nicht so hip. Burger essen ist eine feine Sache. Ihn selbst machen, lohnt aber auch einmal. Heute fangen wir mit dem Fleisch an. Das nächste Mal geht’s dann um die Brötchen. Die heißen natürlich auch viel schöner… 😉

p1050917_web

Für 6 Pattys

660 g Rinderhackfleisch aus der Schulter

1 kleine rote Zwiebel, fein gewürfelt

2 EL Ketchup

3 TL Worcestersauce

1 1/2  TL grobes Meersalz

¼ TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Alle Zutaten vermengen und die Pattys in einer Hamburgerpresse formen. Natürlich kann man sich auch das Rindfleisch aus der Schulter im Ganzen kaufen und durch die feine Scheibe des Fleischwolfes drehen (ggf. auch 2 mal durchdrehen!) Die Pattys auf dem Grill oder in einer beschichteten Pfanne fertig braten. Wie man den Burger belegt, ist jedem selbst überlassen. Ich mag es am liebsten mit Ketchup, Joppiesauce, Salat, Tomate und etwas gebratenen Bacon. Aber da gibt es so viele Möglichkeiten!

20161023-dsc_0112-219

Hamburgerpresse

hamburger-515389_1280

Ein Beispiel für ein köstlichen Hamburger




Strammer Hahn auf Salatbett mit Honig – Senf Dressing

Dass der Begriff »Strammer Max« eigentlich ziemlich anzüglich ist, dürfte den meisten nicht so geläufig sein. Ansonsten fiele er wohl unter den Jugendschutz. Man hielt dieses besonders kräftig belegte Brot offenbar für potenzfördernd, sodass mit der Bezeichnung nicht das Bot, sondern des Mannes wertvollstes Teil gemeint war… Als kulinarische Einrichtung ist er der Inbegriff für Hausmannskost. Nichts geht leichter zu zaubern, etwa nach einem Kneipenbummel, als ein belegtes Brot mit Schinken und Spiegelei. Unser »Strammer Hahn« ist etwas aufwendiger, dafür aber geschmacklich ein Erlebnis. Er lohnt sich — ganz egal, was man anschließend vor hat… 😉

strammer-hahn-1-von-4

Für 4 Personen

4 Hähnchenbrüste
4 Scheiben Vollkornbrot
1/2 Salatgurke
200 g Cherrytomaten
1 Avocado
Zitronensaft
3 Eßl. Mayonnaise
3 Eßl. saure Sahne
2 Eßl. mittelscharfen Senf
2 Eßl. Honig
4 Eier
Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver

Graubrotscheiben toasten. Gurken schälen und in langen Streifen schneiden.Tomaten waschen und vierteln. Die Avocado auslösen, in Scheiben schneiden und anschließend mit etwas Zitronensaft beträufeln. Die Saure Sahne und die Mayonnaise in ein Gefäß geben. Senf und Honig dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Hähnchenbrust mit dem Knoblauch, Salz und Pfeffer würzen und kurz goldgelb anbraten. Dann in einem geschlossenen Topf die Hähnchenbrust in den 170 C° vorgeheiztem Backofen fertig garen. In der Zwischenzeit das Brot auf die Teller legen und erst die Avocadoscheiben, dann die gurkenstreifen und zum Schluss die Tomaten darauf anrichten und jede Lage mit dem Honig-Senf-Dressing beträufeln. Ca. 5 Minuten vor Ende der Hähnchenburstgarzeit, die Spiegeleier in Pfanne braten und mit Salz und Pfeffer würzen. Die fertigen Hähnchenbrüste auf den Salat legen, mit etwas Dressing beträufeln und zum Schluß das Spiegelei auf die Hähnchenbrust drappieren.

 

strammer-hahn-2-von-4

strammer-hahn-4-von-4

strammer-hahn-3-von-4




Schoko-Torte mit Walnüssen und fruchtigen Feigen

Ein süßer Traum aus Schokolade und Feigen. Das ist genau das Richtige für ein trübes und verregnetes Wochenende.

Foto: Dubris Cooking.

Foto: Dubris Cooking.

Auch, wenn seit geraumer Zeit schon wieder Weihnachtsartikel in den Supermärkten ausliegen. Noch ist keine Zeit dafür. Erst mal kommt der Herbst. Aber den einen oder anderen weihnachtlichen Anklang darf man vielleicht schon mal. Unser Partnerblog Dubris Cooking hatte neulich so wunderbare Bilder eines Schoko-Feigen-Kuchens, dass wir gleich um das Rezept gebeten haben. Und, voilà, hier ist es:

Für die Ganache-Creme benötigen wir:

250 g Sahne, 1 EL gesalzene Butter, 2 TL Instant-Kaffee, 230 g dunkle Zartbitterkuvertüre.

Zubereitung der Creme (das muss ein Tag im Voraus gemacht werden): Sahne, Butter mit Instant-Kaffee vorsichtig vermischen und erhitzen. Die Kuvertüre klein schneiden und der erhitzen Sahne hinzugeben. Rühren Sie nun solange, bis eine schöne gläserne Mischung entsteht. Lassen Sie die Creme ca. 24 h ruhen.

Foto: Dubris Cooking.

Foto: Dubris Cooking.

Für den eigentlichen Zubereitungstag:

4 mittelgroße Eier, 200 g feinen Zucker, wenig Salz, 1 ½ TL Backpulver, 1 Vanillinzucker, 230 g gemahlene Walnüsse, 40 g feinen, dunklen Kakao, 6 EL Walnusslikör (ersatzweise auch Rum)

Zubereitung (das kann ein Tag im Voraus zubereitet werden, jedoch aber min. 6 Stunden vor dem Dekorieren der Torte, damit der Teig die notwendige Zeit zum Auskühlen und Festigen hat):

Trennen Sie die Eier und schlagen Sie die Eiweiße steif. Geben Sie den Eiweißen einrieselnd den Zucker, das Salz und durch ein Sieb gesiebten Backpulver hinzu.
Rühren Sie die Eigelbe und den Zucker solange, bis eine schöne, dickliche Masse entsteht. Vanillinzucker unterrühren. Vermischen Sie kurz Nüsse und den Kakao und geben Sie sie der Eigelbmasse zusammen mit dem geschlagenen Eiweiß hinzu. Heben Sie alles vorsichtig unter.

Sie sollten ca. 650 – 700 g Teig hergestellt haben. Halbieren Sie den Teig. Die 18 cm breite Tortenbackform mit dem Backpapier auslegen und eine Hälfe des Teiges bei ca. 180° C backen. Führen Sie bitte eine Garprobe durch. Backen Sie danach die zweite Hälfte.

Nach ca. 1 Stunde Kühlzeit beträufeln Sie die Böden mit dem Walnusslikör und lassen Sie sie nun vollständig auskühlen.
Für die Dekoration benötigen Sie:
4-6 Feigen, eine Handvoll gehackte Walnüsse

Fertigstellung der Torte:

1. Einen Tortenboden auf die Tortenplatte legen und mit der Creme bestreichen.
2. Schneiden Sie 2 Feigen in dünne Streifen und belegen Sie damit den ersten Boden.
3. Über die Feigen verteilen Sie noch 1-2 EL Creme.
4. Den zweiten Tortenboden auf die Feigen legen und nun die gesamte Torte mit der restlichen Creme bestreichen.
5. Vierteln Sie 3 Feigen und garnieren Sie damit die Torte.
6. Um die Torte können Sie noch nach Belieben die letzte Feige verteilen.

Die Torte schmeckt fantastisch, wenn Sie ca. 2-3 Stunden im Kühlschrank aufbewahrt haben.

Guten Appetit!




Auberginen überbacken

Kalter Wind, Regen und dann wird es jetzt auch noch früh dunkel. Da braucht man schon so etwas wie unsere überbackenen Auberginen, um das zu überstehen.

aubergine-ueberbacken-1-von-2

In der mediterranen und orientalischen Küche sind die Auberginen von jeher ein fester Bestandteil des Speiseplans. Und während sie für unsere Großeltern noch richtig exotisch waren, wachsen sie heute bei uns sogar problemlos in den Gärten. Früher hatten die Auberginen mehr Bitterstoffe und mussten deshalb gesalzen werden. Was man heute bekommt ist allerdings recht mild. Unsere überbackenen Auberginen mit Bratwurstragout dürften jedenfalls generationenübergreifend Spaß machen…

Für 4 Personen

1 kg Auberginen (3-4 Stück)
400 g frische grobe Bratwurst oder Salsicce
4 Tomaten
2 Eßl. Tomatenmark
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
5 Eßl. Olivenöl
3 Teel. Basilikum
125 g Büffelmozzarella
Zucker, Salz und Pfeffer
1 Baguette

Die Auberginen waschen, putzen und längs in je 3 Scheiben schneiden. Mit Salz würzen und beiseite stellen. Die Tomaten waschen, vierteln und den Strunk entfernen. Tomaten, den geschälten Knoblauch und die geschälte Zwiebel würfeln. Wurstbrät aus der Pelle drücken.

Etwas Oliven in einer Pfanne erhitzen und das Brät krümelig anbraten. Zwiebeln und Knoblauch dazugeben und alles zusammen weiter braten. Tomatenmark ebenfalls in die Pfanne geben und kurz anschwitzen lassen. Zum Schluss die Tomaten, Salz, Pfeffer, Zucker und das Basilikum  zugeben und alles 10 bis 15 Minuten leicht köcheln lassen.

Auberginen trocken tupfen. 4 Eßl. Öl in einer Pfanne erhitzen. Auberginen darin von beiden Seiten anbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und auf einem Backblech verteilen. Bratwurst-Ragout auf die Auberginen verteilen.

Mozzarella abtropfen lassen, in kleine Würfel schneiden und auf dem Ragout verteilen. Im vorgeheiztem Ofen bei 175 C° Umluft (200C° Ober-/ Unterhitze) ca. 15 Minuten überbacken. Anschließend mit einem Baguette servieren.

aubergine-ueberbacken-2-von-2




Avocado Spaghetti Carbonara

Spaghetti Carbonara – die Puristen verzichten auf Sahne. Wir kümmern uns nicht darum, geben sogar noch eins drauf und fügen eine Avocado hinzu.

Spaghetti mit Avocado Carbonara_web

Gut, kalorienarm ist unsere Version der Spaghetti carbonara nicht. Und vor allem nichts für Puristen. Die weisen zurecht daraufhin, dass in der originalen Carbonara keine Sahne drin ist. Das liegt allerdings nicht an kulinarischen Gründen. Das Gericht war ein Armeleuteessen. Und Rahm war schlicht zu teuer. Und was heißt beim Kochen schon »original«? Rezepte verändern sich, wie die Sprache und das ganze Leben. Vor allem, wenn es Klassiker sind. In der Familie von Mund zu Mund weitergegeben, wird mit Sicherheit in jeder Generation eine Nuance hinzukommen. Und das ist auch gut so. Natürlich sind Originale gut – das ist bei der klassischen Carbonara nicht anders. Aber diese Version mit einer aromatischen Avocado bringt ein ganz neues Geschmackserlebnis ins Spiel. Cremig, umschmeichelnd. Und einfach und lecker.

ZUTATEN

Für 4 Personen

2 Avocado
2 Eigelb
1 Tasse Sahne
2 Knoblauchzehe
1 Zitrone, entsaftet
1 Tasse Parmesan, gerieben
100 g Speck
500 g Spaghetti
2 EL Olivenöl

  1. Die Avocado, das Eigelb, den Knoblauch und den Zitronensaft in einem leistungsstarken Mixer oder Küchenmaschine pürieren und nach und nach die Schlagsahne hinzuzufügen. Wenn die Sauce nicht mehr stückig ist, kann man Sie beiseitestellen.
  2. Speckstreifen in Würfel schneiden und in einem großen Topf auslassen.
  3. In einem großen Topf, Wasser zum Kochen bringen und die Spaghetti ca. 9 Minuten  Al dente kochen, abtropfen lassen und zum Speck geben. Den Parmesan und die Sauce über die Nudel-Speckmischung geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken



Vegetarische Kochschule in der Autostadt

Kulinarisch38 verlagerte seine Tätigkeit von der Tastatur zum Herd und kochte mit viel Spaß und netten Teilnehmern in der Autostadt.

Das Wort weckt eigentlich andere Emotionen, als es will. Vermutlich jedenfalls. Die Kochschule. Da jeder die Schulbank gedrückt hat, gibt es unzählige Bilder. Die mit Spaß verbunden sind, halten sich, leider, in Grenzen. Schule prüft ab, gibt Wissen weiter, will einen Status quo erreichen. Mal mehr, mal weniger freudig. Betreiber von Kochschulen werden diese Assoziationen sicher nicht im Blick haben. Auch nicht die Macher der Kochworkshops mit den Köchen der Autostadt Restaurants. Getreu der Ernährungsphilosophie der Autostadt gibt es Angebote für die vegane Küche, solche für die vegetarische Küche und schließlich jene, in denen Fleisch verarbeitet wird. Da die Küchenchefs selbst in die »Lehrküchen« kommen, kann man schon ein wenig Respekt haben. Allerdings sollte dies eine unbegründete Sorge sein. Kulinarisch38 besuchte den vegetarischen Kurs von Markus Trappe vom Chardonnay. Und hier erfüllte sich weder das übliche Bild der Schule, noch musste man zittern, dass etwas unter den gestrengen Augen des Küchenchefs misslingen könnte.

  • 20160818-DSC_6343
  • 20160818-DSC_6344
  • 20160818-DSC_6347
  • 20160818-DSC_6348
  • 20160818-DSC_6349
  • 20160818-DSC_6350
  • 20160818-DSC_6353
  • 20160818-DSC_6357
  • 20160818-DSC_6358
  • 20160818-DSC_6364
  • 20160818-DSC_6366
  • 20160818-DSC_6374
  • 20160818-DSC_6376
  • 20160818-DSC_6390
  • 20160818-DSC_6391
  • 20160818-DSC_6401
  • 20160818-DSC_6405
  • 20160818-DSC_6406
  • 20160818-DSC_6409
  • 20160818-DSC_6413
  • 20160818-DSC_6414
  • 20160818-DSC_6419
  • 20160818-DSC_6435
  • 20160818-DSC_6439
  • 20160818-DSC_6458
  • 20160818-DSC_6461
  • 20160818-DSC_6464

Geschäftiges Treiben in der Autostadt

Halb sechs in der Autostadt. Der Sommer ist zurückgekommen. Das avisierte Sommermotto der vegetarischen Kochschule passt: »Frisch und leicht durch den Hochsommer«. Wir sind etwas früher da und decken uns gleich noch bei der Bäckerei der Autostadt ein. Die Reihen in den Brotregalen sind zwar etwas gelichtet. Aber wie sollte es um diese Zeit anders sein? Das Foyer der Autostadt wird durch die hohen Glastüren in ein mildes Licht getaucht. Es herrscht ein reges Treiben. Ausflügler genießen die letzten Sonnestunden. An einer Wasserfontäne, die man durch die verglasten Fronten sieht, werden gestandene Männer zum Kind und spielen freudig mit der Richtung einer Wasserfontäne. In der Pizzeria herrscht Hochbetrieb. Zur Kochschule ginge man links bis zum Ende und halte sich dann rechts, so die Information am Servicepunkt. Dort, wo es zu den Räumlichkeiten der Kochschule geht, vergnügen sich die echten Kinder ausgelassen.

Begrüßung beim Prosecco

Sie umkurven mit kleinen Gefährten einen Gebäudeteil und lassen sich durch nichts stören. Die Örtlichkeiten der Kochschule sind schnell gefunden. Ebenfalls verglast und also offen schaut man auf die kleine »Schulküche«. Markus Trappe und eine Kollegin aus dem Service warten bereits auf die Teilnehmer und begrüßen jeden Einzelnen und jede Einzelne mit einem kleinen Schwätzchen und einem Prosecco – mit oder ohne Alkohol. Die Atmosphäre wird rasch deutlich. Hier soll ein Abend mit Spaß und Unterhaltung stattfinden. Markus Trappe ist ein echter Moderator, der die ganz unterschiedliche Gruppe leicht zusammenführt. Ob ein Geschenk für sich selbst oder eine Freundin. Die Menschen kommen in diese Kochkurse, um gemeinsam Spaß am Kochen und Essen zu haben, erzählt Trapp.

Schnippeln, Kochen, Braten

Und während die Gruppen dann schnippeln, braten, kochen oder backen, sorgt die Servicekraft fast unmerklich dafür, dass, anders als beim täglichen Kochen, alles sofort weggeräumt und umgehend sauber wieder zurückkommt. Da gibt es an diesem Abend an dem edel gedeckten Tisch zuerst Dinkelbrötchen mit Aioli oder Zitronencreme. Als sie als Appetithäppchen gereicht werden, trifft sich die muntere Gruppe das erste mal wieder zusammen und ist schon im Gespräch, als würde man sich viel länger kennen. Ein bisschen ist es so wie bei einer Urlaubsbekanntschaft, bei der in der guten Stimmung der Erholung das Eis viel schneller bricht als im Arbeitsalltag. Die erste Gruppe zauberte eine erfrischende Gazpacho mit Melone, Koriander und Spinatcrostini. Dann gibt es ein Steinpilzrisotto mit gebackenen Kirschtomaten, Parmesanchip und Zuckerschoten und schließlich ein weißes Schokoladen-Thymianparfait mit gratinierten Beeren.

Eine runde Sache

Wer Kochen einmal losgelöst von der täglichen Frage, was jetzt auf dem Tisch stehen soll, als anregende Erholung buchen möchte, sozusagen als Urlaubsereignis im Arbeitsalltag, der ist bei den Kochevents der Autostadt gut aufgehoben.  Von den Teilnehmern gab es erfahrene Mitstreiter, die den Eindruck des Kurses von Markus Trapp bestätigen konnten: Gut organisiert, freundlich in der Moderation mit tollen Ergebnissen. Dafür sorgten Koch und Service gleichermaßen. Zwar erlebte man nicht Schule im eigentlichen Sinn. Aber jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin dürfte, wie wir, Tipps mitgenommen haben. Etwa dass man beim Risotto erst den Reis kurz anschmort und dann die Zwiebeln. Oder was bei der Eis- und Parfaitherstellung zu beachten ist. Beim gemeinsamen Menü – Servicekraft und Koch saßen nicht nur mit am Tisch, sondern waren Teil der Gruppe, klingt ein ereignisreicher Abend aus. Bei guten Gesprächen, guter Stimmung, gutem Wein – und auch das Essen lässt sich sehen, bzw. schmecken. Mit Sicherheit wird der eine oder andere Teilnehmer dieses abends wieder kommen. Wir auf alle Fälle.

Kochworkshops in der Autostadt. 

 

20160818-DSC_6414

20160818-DSC_6435

20160818-DSC_6461