Mut und Lust zum Kochen – Gedanken zum guten Essen

31. Januar 2014 von

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Gutes Essen und richtige Zubereitung von schmackhaften Speisen sind eine Kunst. Nicht umsonst müssen Köche in Deutschland eine dreijährige Ausbildung absolvieren, in der ihnen von der Pieke auf beigebracht wird, wie eine anspruchsvolle Mahlzeit gefertigt werden sollte.

Natürlich ist auch der Ottonormalverbraucher durchaus imstande, mit wenigen Kniffen und Kenntnissen ein feudales Mahl auf den Teller zu zaubern. Doch was tun, wenn dafür einfach nicht die nötige Zeit – oder Lust – vorhanden ist? Schließlich steht nicht jeder von uns gerne stundenlang in der Küche. Und ist unser heutiges Leben nicht auch allzu oft von Hektik und Eile bestimmt?

Viele jagen von einem Termin zum nächsten und bevorzugen deshalb den Besuch eines guten Restaurants anstelle des Einsatzes an der Herdplatte. Und mal ehrlich: Wer spart sich nicht gerne den Abwasch? Zu besonderen Anlässen wie dem traditionellen Weihnachtsessen mit der Familie oder einem Rendezvous, bei dem der Schwarm mit den eigenen Kochkünsten beeindruckt werden soll, kommen wir dann aber doch nicht umhin, uns Gedanken über die Zubereitung eines wohlschmeckenden Gerichtes zu machen.

Einfachheit besticht

Und genau hier möchte ich allen Lesern einen Tipp ins kulinarische Stammbuch schreiben: Es muss nicht immer üppig und kompliziert sein! Manchmal können auch einfachste Mahlzeiten enorm verzaubern. Alles was dazu benötigt wird, sind ein paar edle Zutaten, die dem Essen eine aromatische Note verleihen und die Geschmackssinne streicheln. Genauso wie ein grauer und für sich genommen langweiliger Anzug mit einem hochwertigen Accessoire, wie etwa einem Schal oder Einstecktuch, enorm aufgewertet und anspruchsvoll gemacht werden kann, sind dazu erlesene Elemente in der Küche imstande.

Zwischen Dezember und März sind beispielsweise jedes Jahr diverse Wintertrüffel (auch Muskattrüffel genannt) in ausgesuchten Feinkostläden und Delikatess-Versänden erhältlich. Die Kilopreise dieser raffinierten Pilze muten zwar astronomisch an, allerdings werden für die Verfeinerung von Gerichten auch nur wenige Gramm dieser kleinen Kostbarkeiten benötigt. (Hände weg von sogenannten Billig-Trüffeln aus China! Qualität hat nunmal ihren Preis!). Ein denkbar simples, aber enorm leckeres Gericht ist damit schnell und völlig unkompliziert selbst für absolute Laien oder Kochmuffel zubereitet:

Trüffel trifft Pasta

Farfalle (oder je nach Belieben andere Nudeln) in gesalzenem Wasser al dente kochen, danach in guter Butter schwenken, auf angewärmten Tellern anrichten und abschließend mit einer Küchenreibe den zuvor vorsichtig und ohne Wasser (!) gereinigten Trüffel über die Nudeln reiben. Voilà! Das Essen ist fertig.

Was diesem Gericht optisch an Einfallsreichtum fehlt, wird durch den kräftigen und angenehmen Geschmack der exquisiten Zutat allemal wieder wett gemacht. Der Wintertrüffel lässt unwillkürlich das Gefühl aufkommen, die pure Essenz von Wald auf der Zunge zu haben und badet die Geschmacksnerven in einem herrlichen Aroma von Frucht, Pfeffer und Erde.

Wer trotzdem nicht auf eine Fleisch-Beilage verzichten möchte, könnte dazu passend einen Fasan (als edlere Alternative zur Gans) oder Wild servieren. Da der Wintertrüffel zur Gattung der schwarzen Trüffel zählt, zeichnet er sich im Gegensatz zu weißen Trüffeln (die niemals gekocht, sondern immer nur roh verspeist werden sollten) durch große Geschmacksintensität und dezenten Duft aus. Aus diesem Grunde eignet sich Wintertrüffel auch ganz vorzüglich zum Mitkochen sowie Garnieren sämtlicher Fisch-, Fleisch- und Schmorgerichte.

Dazu trinkt man einen kräftigen Weißwein, vornehmlich einen Burgunder, der durch seine Säure wie ein Spritzer Zitrone wirkt und dem Essen einen Hauch Leichtigkeit gibt.

Bon appétit, wünscht Ihr Axel von Fliesteden!

Beitragsbild: tom-sawyer  /pixelio.de

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