Simcoe-Spezial vom Brauhaus Goslar

29. August 2014 von

Beim Ersten Braunschweiger Bierfest wurde ein ganz besonderes Bier gezapft: Das Simcoe-Spezial aus dem Brauhaus Goslar. Höchst herb, aber lecker.

Das Licht geht auf: Das Simcoe-Spezial aus dem Brauhaus Goslar und der Traum vom Sommer.

Das Licht geht auf: Das Simcoe-Spezial aus dem Brauhaus Goslar und der Traum vom Sommer.

Mit Empfehlungen ist das so eine Angelegenheit. Da die Geschmäcker verschieden sind, hat man gute Chancen voll daneben zu liegen. Das ist beim Gose Simcoe-Spezial nicht leichter. Braumeister Odin Paul ist, was Sortenreichtum in Sachen Gerstensaft angeht ziemlich erfindungsreich. Im Goslarer Brauhaus ist insofern über das Jahr gesehen deshalb gleichsam eine eigene Biermesse angesagt. Der Geheimtipp sind die gestopften Biere. Da wird in eine fertige Biercharge ein Beutel mit Aromahopfen gestopft. So wie ein Teebeutel. Bei dem Simcoe-Spezial, das es auf der Biermesse in Braunschweig gab, war’s – was liegt näher? – ein Simcoe-Hopfen.

In-Hopfen in Goslar

Der gilt als Star der Craft-Brewer-Szene und ist in amerikanischen Ales sehr beliebt. Was den Amerikanern recht ist, kann uns Harzern und Vorharzern nur billig sein. Wenn man seine Nase über die Biertulpe hält, steigt ein Bouquet von frischer Maracuja auf. Es duftet wie eine ganze Bowle. Bei der Geschmacksprobe hatten wir im Kulinarisch38-Team eine geschlechtsspezifische Geschmacksbewertung des Spezialbieres aus dem Goslarer Brauhaus. Um das so zu sagen: Es handelt sich nicht um ein Frauen-Bier. Oder wem das politisch nicht korrekt genug ist: Freunde milder Biersorten greifen eher nach anderen Sorten als dem Simcoe-Spezial.

Herb aber lecker

Das ist nämlich wirklich höchst herb. Wer jedoch den ersten Geschmackseindruck an sich vorbeiziehen lässt, wird im Abgang eine wundersame Entdeckung machen. Den Maracuja-Duft noch in der Nase, entwickeln sich im Mundraum ganz allmählich deutliche Noten von Grapefruit. Eine grandiose Geschichte. Die Empfehlung, man müsse dieses Spezial einmal trinken, solange es am Hahn ist, gilt am Ende für alle. Wem es milder lieber ist, der kann sich aufs Kosten beschränken und anschließend mit einem süffigen Gose-Original weitermachen. Probiert haben sollte man es aber auf jeden Fall.

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