Süßholz entdecken lohnt sich

Posted on Sep 5 2014 - 4:47am by Andreas Molau

Süßholz – man kennt den Namen. Aber wer verwendet es in der Küche? Jörg Günther von Temperos stellt für Kulinarisch38 das Gewürz vor.

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Süßholz raspelte man in unseren Breiten schon seit dem Mittelalter. Die aus Südeuropa und Mittelasien stammende Staude verfügt über schmackhafte Wurzeln. Damit konnte man bereits früh viel anfangen. Am Berühmtesten ist vielleicht die Lakritze. Weil man auch Ungenießbares wie Medizin genießbar zu machen versuchte, entstand so die übertragende Bedeutung Süßholz raspeln = Schönreden. Jörg Günther von der Gewürzmanufaktur Temperos mag dieses alte Gewürzmittel und lobt seine außerordentliche Vielseitigkeit:

Süßholz passt zu vielem

»Die ganze Wurzel lässt sich wunderbar als Spieß für Kebab oder anderes Grillgut verwenden. Die leicht bittere uns lakritzartige Aromatik geht ins Grillgut über und gibt einen interessanten Geschmack. Das Einzigartige an Süßholz ist die fast 50-fache Süßkraft des normalen Haushaltszuckers. Aber auf der anderen Seite stehen Kalium- und Kalziumsalz. Als bittere Töne. Gemahlenes Süßholz würzt sehr schön Süßspeisen und Gerichte mit Cocosnuss und Chili. Die Röstaromen der Süßholzwurzel ergänzen sehr gut den karamellartigen Geschmack von Sojasoße.«

Süßholzlack ist nicht zum Streichen da

Als kleines Rezept empfiehlt er ein Süßholzlack. Dazu werden fünf Esslöffel Thymianhonig, zwei Teelöffel Süßholzpulver, ein Teelöffel Zitronensaft, drei Teelöffel Sojasauce mit einander vermischt und mit Pfeffer abgeschmeckt. Das passt zu Geflügel- und Schweinefleisch, aber auch in eine Gemüsepfanne. Die Süßholzwurzeln von Temperos stammen übrigens aus Spanien, erklärt Jörg Günther. Rezepte hat er noch einige im Magazin. Auf jeden Fall solle man den besonderen Geschmack einmal probieren, so sein Rat.

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