Tagebuch eines „Kulinarikers“: Harzer Landschinken als Wochenbegleiter…

Posted on Jan 18 2014 - 10:19am by Andreas Molau
Bild: Harzer Wurstlädchen.

Bild: Harzer Wurstlädchen.

Montag, wie kann eine Woche nur derartig grausam anfangen?! 6 Uhr, so eine Zeit könnte man unchristlich nennen. Auf der Autofahrt nach Braunschweig, nach einem knappen Frühstück, natürlich sind die Straßen wieder dicht. Man philosophiert. Warum muss immer alles nur so früh beginnen? Ich habe mich durch den Ring gequält. Erster Termin ist schnell durch. Danach, kurz vor acht auf der Berliner Straße.

Im Harzer Wurstlädchen ist schon Licht. Da wird noch geputzt und gewerkelt. Trotzdem schon entwaffnende Freundlichkeit. Ein Kaffee? Gern. Jörg Schreiber, der Besitzer des Lädchens, ist gut drauf. Auch im Halbschlaf kann man sich auf seine Empfehlungen verlassen. Ich nehme einen Landschinken mit.

„Nichts gegen einen Serrano Schinken. Aber probier mal, was der Harz zu bieten hat in Sachen Landschinken“, preist Schreiber das eingeschweißte Schinkenstück an. Hält sich, nehm‘ ich mit. Hand gesalzen, danach sechs Wochen gereift und anschließend auf Buchenholz geräuchert. Klingt richtig gut. Das Haltbarkeitsdatum wird der Schinken bei mir sicher nicht überschreiten.

Mittwoch, ahnte ich es doch. Der Schinken ist schon angeschnitten. Ein frisches Holzofenbrot von Richter in Wolfenbüttel kurz vor dem Feierabend. Produktwerbung ist bei kulinarisch38 erwünscht. Ein Bier aus der Region – in Braunschweig gibt es eh nur eins. Die Gurken hab ich selbst eingemacht. Lohn der Gartenmühen. Dazu der Schinken, ruhig ein bisschen dicker geschnitten. Ein Hochgenuss. Den Rest der Woche schaffe ich auch noch.

Freitagabend, das Wochenende naht. Was soll‘s warm geben? Mittags hatte es nur zum Gebäckstück gereicht. Gut, Kohlrabie hat nicht wirklich Saison. Aber es muss ja nicht immer vorbildlich zugehen. Weiß der Himmel, wie die den frisch halten. Man muss nicht alles wissen. Kartoffeln aus Hachum (sehr empfehlenswert), eine Mehlschwitze, Muskat, Salz. Damit‘s kalorisch stimmt, geschmolzene Butter auf die Kartoffeln. Ach ja, und der Schinken. Viel ist‘s nicht mehr. Aber es reicht für mich und meine Frau. Großartiges Essen. Einfach, schnörkellos, lecker.

Und jetzt ist Wochenende. Montag früh so weit…

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1 Comment so far. Feel free to join this conversation.

  1. Hagen 20. Januar 2014 at 17:14 - Reply

    Ja, mit so einem Schinken im Kühlschrank läßt sich was zaubern!

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