Waldmeistersirup – erfrischt und schmeckt gut

7. Mai 2015 von

Kulinarisch38-Leserin Cora Wolf hat uns ein Rezept für Waldmeistersirup geschickt. Wer sich beeilt, schafft’s noch mit der Zubereitung.

Bild: Cora Wolf.

Bild: Cora Wolf.

Es ist höchste Eisenbahn. Wer sich jetzt beeilt, der kann jedoch an einem schattigen Plätzchen noch Waldmeister finden. Genau, das ist dieses grüne Zeug mit dem Erinnerungs-Flash. Kindergeburtstag, Wackelpudding. Der richtige ist zwar nicht grün, aber dafür leckerer. Kulianrisch38-Leserin Cora Wolf hat uns ein Rezept für einen Waldmeistersirup geschickt. Sirup herzustellen ist eine feine Sache. Mit Mineralwasser aufgegossen erfrischt so etwas und es erinnert an die jeweilige Jahreszeit. Preiswert ist’s überdies. Was das Thema giftig oder ungiftig angeht. Schädlich im Waldmeister ist Cumarin. Die Konzentration dieses Stoffes (aber auch das Aroma) wird nach dem Blühen größer. Man muss allerdings schon eine ganze Menge von dem Zeug zu sich nehmen, wenn Gefahr drohen soll. Also, vorsichtig genießen, trotzdem keine Panik.

Cora Wolf vielen Dank für das Rezept und die schönen Fotos:

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Ihr braucht:

170 g Waldmeister,
2 Päckchen Zitronensäure,
2kg  Zucker,
2,5l Wasser

Und so geht’s:

– Pflücken,  ganz wichtig vor der Blüte, da sonst giftig
– Waldmeister waschen, trocken schütteln,  (eine Salatschleuder eignet sich sehr gut)
– auf ein Küchentuch zum Trocknen auslegen 24Std an welken lassen, damit sich das typische Aroma besser entfalten, öfter wenden
– am nächsten Tag die Blätter vom Stil lösen, gefühlte  5 Std.
– aus dem Wasser, dem Zucker und der Zitronensäure wird nun der Sirup zubereitet. ca. 20 Minuten köcheln lassen,  bis der Sirup klar ist und blasen wirft
– anschließend kommen die Waldmeisterblätter hinein
– abkühlen lassen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Ich habe den Sirup 24Std ziehen lassen
– danach die Waldmeisterblätter entfernen, ich kippe den Sud dann durch eine Mullwindel
– alles noch einmal aufkochen und danach in keimfreie Flaschen abfüllen
– bei Lagerung an einem kühlen, dunklen Keller hält der Waldmeistersirup ungefähr ein halbes Jahr.
– Wem die Naturfarbe zu blass erscheint, kann sie mit grüner Lebensmittelfarbe aufpeppen.

Weitere Tipps

Aus den getrockneten Blättern des Waldmeisters lässt sich ein Tee zubereiten.  Sekt und Mineralwasser kann man herrlich mit dem Waldmeistersirup verfeinern. Ich benutze ihn auch, um morgens mein Porridge schmackhaft zu machen. Viel Spaß!

Wer auf Waldmeister kann: Kürzlich haben wir Carola Ittermann in Ihrer  Zauberküche besucht. Dort hat sie Waldmeistergelee zubereitet. Bericht folgt. 🙂

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