Weihnachten in Dänemark

Posted on Dez 16 2014 - 4:09am by Andreas Molau

Christian Hempel vom Haus Dänemark im Magniviertel berichtet für Kulinarisch38 über dänische Weihnachtsbräuche.

Schneelandschaft in Todbjerg.

Schneelandschaft in Todbjerg.

Weihnachten ist ein Fest, an dem Traditionen ganz groß geschrieben werden. Das gilt auch für Kulinarisches. Tradition und Vielfalt schließen sich aber trotzdem nicht aus. Im Kulinarisch38-Raum treffen sich Menschen aus den verschiedensten Kulturen. Und schließlich kann man immer wieder Inspiration finden. Zum Beispiel im Haus Dänemark im Magniviertel in Braunschweig. Das kleine Land, mit dem wir in Deutschland im Norden eine direkte Grenze haben, hat in Sachen Kulinarik und Tischkultur einiges zu bieten. Und vieles findet man in dem Fachgeschäft: Ob es sich um nun um feines Glas, Porzellan, Keramik oder Silberschmuck handelt, um Kerzen, Stickereien, Decken u.v.a.m. Kulinarisch38 wollte wissen, was und wie unsere dänischen Nachbarn das Fest der Feste feiern. Christian Hempel vom Haus Dänemark gab bereitwillig Auskunft.

Diese Konditorei in Kopenhagen lädt zum Naschen ein.

Diese Konditorei in Kopenhagen lädt zum Naschen ein.

Die Generalprobe und das Festessen

Der 23.12. heißt »lille Juleaften« (kleiner Weihnachtsabend). An dem Tag werde der Baum geschmückt und es gäbe »ris a´lamande« – Milchreis mit geschlagener Sahne und Mandelstücken: »Zusätzlich kommt eine ganze Mandel mit hinein. Wer sie bekommt, erhält ein Mandelgeschenk«. Die Farben des Advents seien rot, grün und gold. »Typisch sind überall die dänischen »Nisser«. Nisser sind kleine Figuren – es gibt natürlich Mädchen und Jungen –, die die Heime ›belagern‹. Sie sind in der Adventszeit die guten Geister.« Die Dänen lieben offenbar bereits am Heiligen Abend das üppige Mahl. Das traditionelle »Gaasesteg« oder »Andesteg«, Gänse- oder Entenbraten hört sich jedenfalls sehr lecker an. Die würden mit selbst gemachtem Rotkohl serviert. Schließlich gibt’s dazu: »›brune katoffler‹ (kleine gekochte Kartoffeln werden in der Pfanne mit Butter und Zucker braun gebraten, ›Ripsegelee‹ Johannisbeergelee, Senfgurken, Gewürzgurkenergänzen das Menü.«

Wenn am Ende noch etwas passt, gibt's Aebleskiver.

Wenn am Ende noch etwas passt, gibt’s Aebleskiver.

Süße Verführung auf dänisch

Als Dessert würden traditionell »bundepige med sloer« (Bauernmädchen mit Schleier) gereicht. Dazu werden Äpfel gekocht und schichtweise mit Johannisbeergelee »gestapelt«. Obendrauf kommt eine Schicht Butter und Zucker in der Pfanne vorher karamellisiert. Dazu gibt es geschlagene Sahne. Der Weihnachtspunsch heißt in Dänemark »Julegloegg«. Und der bekommt sein besonderes Aroma durch die Mandeln und Rosinen, die dazu serviert werden. Typisch dazu werden »Aebleskiver« serviert. Das sind kleine Mehlteigklöße -natürlich mit viel Zucker- serviert. Dazu süße Marmelade oder Gelee. Wenn man das hört, läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Und vielleicht lässt sich der eine oder andere ja auf das Neue ein. Tradition ist’s schließlich auch.

Haus Dänemark
Karrenführerstraße 4
Braunschweig
Telefon: 0531 – 41232

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