Wir feiern die Nudel zum Welt-Nudeltag

Posted on Okt 24 2015 - 4:36am by Andreas Molau

Morgen ist Welt-Nudeltag. Kulinarisch38 blickt aus diesem Anlass zurück, erzählt die Geschichte dieser Leckerei und verrät ein Grundrezept.

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Gut, die Nudel kommt nicht aus Italien. Das erste bekannte Rezept stammt aus China. Und die Tatsache, dass wir Pasta heute so bequem lagern können, verdanken wir den Arabern. Die erfanden praktisch das Trocknen der beliebten Teigware. Am Welt-Nudeltag kann daran erinnert werden, dass das Lebensmittel ein globaler Renner ist. So wie Brot. Die Griechen und Römer aßen sie in der Antike. Die Etrusker, ein rätselhaftes Volk, das im heutigen Norditalien lebte, benutzten bereits im 4. Jahrhundert vor Christus Nudelbrett, Teigzange und Teigrädchen. Die bildlichen Beweisstücke haben Archäologen in Hügelgräbern gefunden. Dass Marco Polo, der venezianische Kaufmann und Weltreisende, die Nudel in seine Heimat mitgebracht haben soll, ist also Legende. In Italien aß man sie schon vor seinen Abenteuern. Vielmehr müssen wir davon ausgehen, dass die wirklich großen Dinge unabhängig von Geografie und Kultur mehrmals erschaffen werden. Natürlich spricht sich gutes Essen auch rum. Abenteurer, Kaufleute tragen Rezepte von einem Ort zum Anderen. Aber genauso wenig wie man sagen kann, wo ein Dach oder ein Tisch erfunden wurde, ist es mit den grundlegenden Sachen wie der Nudel.

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Was macht das Geniale aus?

In Deutschland kennen wir die Nudeln seit rund 400 Jahren. Oder besser gesagt: Seit dem sind sie bezeugt. Bevor mit der industriellen Revolution und der Massenherstellung der Teigwaren der Siegeszug der Nudel begann, wurde sie zu Hause oder von Bäckern produziert. Weltmeister im Nudelessen sind die Italiener aber zweifellos. Auch, wenn der Pastamarkt zwischen Bozen und Neapel schwächelt – im Zuge der Fast-Food-Esskultur gibt es Konkurrenz. Jeder Italiener isst noch durchschnittlich 27 Kilogramm Spaghetti, Bandnudeln, Penne, Makkaroni etc. Die Schweizer schaffen immerhin 10 Kilogramm, die Franzosen 7 und die Deutschen fast 6 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Der Wert ist steigend in Deutschland. Denn Nudeln machen glücklich. Sie sind unendlich variierbar und bequem zuzubereiten. Ist es das schmeichelnd, glatte Gefühl im Mund, bevor die Nudel, leicht al dente, gekaut wird. Das Herb-Feine des Olivenöls als Beigabe, der Suchtfaktor Parmesan oder die verführerische Süße der Tomate, die die Pasta so beliebt, so unersetzlich macht?

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Einmal selbst machen

Wie dem auch sei. Wer Nudeln liebt, sollte sich einmal eine gute Nudel gönnen. Denn Glück kann man immer steigern. Oder man stellt sie sogar selbst her. Nudeln bestehen vor allem aus gemahlenem Getreide und Wasser. Die Basis ist Getreidegries, der einen besonders hohen Klebergehalt aufweist. Wer sich an das italienische Reinheitsgebot für Pasta halten mag, der nimmt zur Herstellung Hartweizengries. Nudelmaschinen erleichtern die Arbeit und eignen sich als Weihnachtsgeschenk für Kulinariker und Hobbyköche. Natürlich wird man sie nicht ständig benutzen. Aber zu speziellen Anlässen ist die selbst hergestellte Pasta etwas, was man sich nicht entgehen lassen sollte. Und mit einer Nudelmaschine macht die Zubereitung umso mehr Freude. Für 400 g frische Nudeln verwendet man 300 g Hartweizenmehl, etwas Salz, ca. 125 ml Wasser, 2 EL Olivenöl und etwas Mehl zum Bearbeiten. Bevor der Teig verarbeitet werden kann, muss er nach dem Kneten mindestens 30 Minuten ruhen. Was die Formen anlangt, so sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Pasta aus der Kulinarisch38-Region gibt es zum Beispiel von Nudel-Kreativ oder beim Schlossrestaurant Zentgraf in Gifhorn.

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