Zu Weihnachten ein Rück- und Vorblick auf die Kulinarisch38-Arbeit

24. Dezember 2014 von

Allen Leserinnen und Lesern von Kulinarisch38 wünscht das ganze Team des Blogs frohe Weihnachten. Wir nutzen den Anlass, um auf unsere Arbeit zurückzublicken und nach vorn zu schauen.

candles-386046_640

Und schon wieder ist Weihnachten. Und schon wieder ist ein Jahr herum. Nicht nur das Kalenderjahr. Vor zwölf Monaten haben wir Kulinarisch38 umgekrempelt. Seitdem hat sich einiges getan. Erfreuliches. Weniger Erfreuliches. Ganz subjektiv: Ich hätte selbst nicht gedacht, wie viele spannende Geschichten es zum Thema »Kulinarisch« zu erzählen gibt. Wenn man das Mal über den Daumen peilt, bin ich für den Blog ungefähr 4.000 Kilometer in der Region unterwegs gewesen, die Stunden sind kaum zu zählen, habe mit Menschen gesprochen, die allesamt eines auszeichnete: Es sind ganz besondere Persönlichkeiten, die eine ganz besondere Geschichte haben und mit Energie und Liebe ihre Visionen verwirklichen. Manche hatten echte Tiefen zu überwinden. Ein Projekt, das wirklich tolle Sachen auf den Tisch gezaubert hatten, mussten Konkurs anmelden und den Laden schließen. Bei anderen merkte man förmlich die Dynamik, die gute Entwicklung.

Gemischte Bilanz

Was das Projekt Kulinarisch38 anlangt, so fällt die Bilanz gemischt aus. Erst einmal kann man feststellen: Wir sind noch da. Bei manchen Anfragen zu Beginn war die Skepsis zu spüren: Na, mal sehen, wie lange die überhaupt durchhalten. Es kommt immer darauf an, wie die Erwartung ist. Aber mit dem Besuch der Seiten sind wir nicht unzufrieden. Rund 20.000 Besucher tummelten sich in diesem Jahr auf dem Blog und wählten insgesamt über 50.000 Seiten an. Das ist für den Anfang nicht schlecht und könnte Potenzial für mehr darstellen. Kulinarisch38, so die Grundidee, soll ein Blog sein, bei dem es um die Themen Essen und Trinken geht. Alles, was in der Region wichtig ist oder für die Region, soll aufgegriffen werden. Egal ob kleine Manufakturen vorgestellt werden, deren Produkte, oder Restaurant und Dienstleister, die sich um das Thema gruppieren.

Themenvielfalt im Kleinen

Jedoch auch übergreifende Fragen sind immer wichtiger geworden. Wie verhält es sich mit der Qualität von Olivenöl, war unser Thema. Oder wie ist es mit der neuen Nährwert-Auszeichnungspflicht? Dazu laufen gerade Anfragen und Recherchen. Vor allem aber: Was wird in der Region an Kulinarischem angeboten? Ich hätte es mir nicht so schwierig vorgestellt, an solche Informationen zu kommen. Viele Restaurants oder Manufakturen und Betriebe reagieren erst gar nicht auf Anfragen. Egal, in welcher Form das geschieht und egal wie oft man bemüht ist, einen Kontakt herzustellen. Das liegt sicher an Arbeitsüberlastung, an der Angst, solche Dinge könnten etwas kosten. Und womöglich an der Vorstellung, wenn nicht die Braunschweiger Zeitung an die Tür klopft, dann lohnt sich die Antwort ohnehin nicht.

Barrieren und Gespräche

Wenn der Kontakt erst mal hergestellt ist, sind diese Barrieren auch weg. Kulianrisch38 ist kein Zeitfresser, denn wir recherchieren selbstständig. Und es gibt immer mehr Menschen, für die es von Interesse ist zu erfahren, wo es gerade was an gutem Essen und Trinken gibt. Die Leserschaft wächst langsam, aber sie wächst. Und hier wird der entscheidende Punkt für die Zukunft von Kulinarisch38 liegen. Erstens natürlich: Gibt es genug Menschen, die sich für so einen Journalismus interessieren? Und wissen die überhaupt davon? Zweitens: Ist jemand dazu bereit, so ein Projekt zu unterstützen. Sei es nun durch unser Angebot, Kulinarisch38-Pate zu werden oder mit einer Anzeige zu helfen? Und drittens schließlich: Gelingt es, einen Informationsfluss herzustellen? Also auch dort ins Gespräch zu kommen, wo die Schotten im Moment runtergelassen sind.

Geduld und Mitbeteiligungskultur

Um hier weiter zu kommen, ist vor allem Geduld nötig. Und natürlich am Ende eine finanzielle Grundunterstützung. Viele Internetprojekte scheitern daran. Wir werden versuchen, die Leserinnen und Leser von Kulinarisch38 noch intensiver einzubinden. Das ist am ehesten in den sozialen Netzwerken möglich, wo die Präsenz sehr stark ist. Mitmachaktionen sind wichtig, aber auch ein direkter Informationsfluss ist notwendig. Wo gehen Sie gern essen? Was schmeckt Ihnen? So eine Aktion werden wir auf jeden Fall starten. Das Internet ist ein Selbstbeteiligungsmedium und hängt von den Usern ab. Uns geht es nicht darum, etwa wie bei Restaurantkritik, Noten zu verteilen. Kulinarisch38 soll widerspiegeln, was sich lohnt. Und da die Geschmäcker verschieden sind, umfasst das die breite Spanne zwischen Bockwurst und Mehr-Gänge-Menü. Beides ist entweder gut oder schlecht. Ist’s schlecht, interessiert es uns nicht. Ist’s gut, wollen wir anderen Menschen davon erzählen. Außerdem könnte man themenbezogene Veranstaltungen durchführen, bei denen sich Kulinarisch38-Freunde kennenlernen können. Ein paar Ideen und konkrete Ansprechpartner gibt es bereits.

Es geht weiter

Wie dem auch sei. Wir gehen erst einmal optimistisch ins neue Jahr. Wer die Erwartungen nicht so hoch steckt, kann nicht enttäuscht werden. Anderseits sollte man sich Visionen bewahren. Und eine Vision ist es, Kulinarisch38  als kleines Medium in der Region zu etablieren. Ein Medium, das positive Geschichten von tollen Menschen erzählt und in dem es um Dinge geht, die für jeden Menschen elementar sind. Gutes Essen und Trinken. Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser das mit einer Patenschaft unterstützen würden, wäre die Grundlage für eine weitere Arbeit im neuen Jahr gelegt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest. Für das Vertrauen und die Neugier möchte ich mich im Namen des ganzen Kulinarisch38-Teams bedanken.

Andreas MolauMit kulinarischen Grüßen,

Andreas Molau

Anzeige
Anzeigen